ANTIQUA Online Magazin

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Homosexualität 2


Statements

Stellungnahmen

Schwulen- und Lesbenhatz im Internet:

Gott kann Homosexualität nicht riechen.(...) 

Sie (die Homosexualität) ist ein Verhängnis und Sünde gleichermaßen. Ein Verhängnis, da sie, zusammen mit allen anderen Sünden, ein Resultat jener ersten Sünde ist, die zum Verlust des paradiesischen, sündlosen Zustandes führte. Eine Sünde, da die Bibel sie eindeutig und glasklar als solche einstuft (…)

Lev 18,22: “Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.”
Lev 20,13: “Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen.”
1 Kor 6,9-10: “Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Bei-Männern-Lieger, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben.”
(...)

Richtig ..., dass Menschen als Homosexuelle geboren werden (können), genauso wie sie als Lügner, Mörder, Ehebrecher geboren werden. Denn Sünder zu sein, das ist wahr, ist in erster Linie keine Wahl, sondern das Verhängnis der Menschheit seit Adams Sünde.(...)

http://www.lebensquellen.de/

(Kommentar: Wenn es die pathologische Hysterie nicht schon gäbe, so wäre sie mit diesem Beitrag neu erfunden worden.)


Religion und Homosexualität

Die Katholische Amtskirche hält an ihrer Ablehnung von Homosexualität fest. Allerdings betont selbst der Vatikan - vielleicht etwas zu scheinheilig -, es sei "nachdrücklich zu bedauern, daß homosexuelle Personen Objekt übler Nachrede und gewalttätiger Aktionen waren und weiterhin noch sind." Für den Vatikan gilt aber: "Einzig und allein in der Ehe kann der Gebrauch der Geschlechtskraft moralisch gut sein." Die homosexuelle Veranlagung selbst wird zwar nicht als sündhaft angesehen, wohl aber das homosexuelle Verhalten. Der Katechismus nennt gleichgeschlechtliche Handlungen eine "Abirrung", die "in keinem Fall zu billigen" sei. Freilich wollen längst nicht mehr alle katholischen Theologen, Priester und Bischöfe den antiquierten Verbindlichkeiten des Katechismus folgen.

 

Im Islam gibt es keine vergleichbare theologische Diskussion über Homosexualität. Die konventionelle islamische Bewertung von Sexualität geht von einem klaren Machtverhältnis zwischen den Geschlechtern aus: männliche Dominanz und weibliche Unterordnung. Die Ehe ist auf Fortpflanzung angelegt und folgt keinem Ideal der romantischen Liebe nach westlichem Verständnis. In der orthodoxen Koran-Auslegung gilt Homosexualität als große Sünde, als Verstoß gegen die göttliche Ordnung.

www.homosexualitaet.de


Homosexualität und Glaube:

Viele Homosexuelle haben wenig Bezug zur Religion. Soziologisch aufgeklärt erkennen sie die eigentliche Funktion von Religion oder scheuen die Begegnung mit etwas, das ihnen das Leben vielleicht schon schwer genug gemacht hat. Vielleicht haben sie auch wenig Lust, in einen Raum einzutreten, der sie eigentlich nicht willkommen heißt.(...)

Ein zentraler Bereich der religiösen Macht ist die Sexualität: Mittels einer genau vorgegebenen Ordnung, nämlich der zweigeschlechtlichen Verbindung zweier Menschen, deren Sexualität nur zur menschlichen Reproduktion dienen darf, hat sich die Kirche Kontrolle über einen zentralen Bereich des menschlichen Lebens verschafft. Sexualität ist ein starkes menschliches Grundbedürfnis. Wer in der Lage ist, dort eine mächtige Kontrolle zu etablieren, der hat Macht über den Menschen. Nicht umsonst sind und waren in den meisten Gemeinschaften der Kirchen sexuelle Handlungen verboten, nicht umsonst gibt es in der katholischen Kirche das Zölibat.

(Uni Passau)


Frederico Lombardi: 

 Die katholische Kirche unterscheidet in ihrer Lehre zwischen Personen mit homosexueller Veranlagung einerseits und homosexuellen Akten andererseits. Während der Katechismus festhält, dass homosexuell veranlagten Menschen "mit Achtung, Mitleid und Takt" zu begegnen sei, bezeichnet er zugleich sexuelle Akte zwischen Personen des gleichen Geschlechts als "schlimme Abirrung". Diese "verstoßen gegen das natürliche Gesetz" und seien "in keinem Fall zu billigen".

 (DieStandart)

 

Sigmund Freud:

 

Daß die Invertierten nicht Degenerierte ... sind, geht aus mehreren Tatsachen hervor:

1) Man findet die Inversion bei Personen, die keine sonstigen schweren Abweichungen von der Norm zeigen;

2) desgleichen bei Personen, deren Leistungsfähigkeit nicht gestört ist, ja, die sich durch besonders hohe intellektuelle Entwicklung und ethische Kultur auszeichnen ...

(Studienausgabe - Bd V. - Sexualleben - S.50)

 

 

Donald O. Hebb:

 Es ist also durchaus möglich, daß der Mensch von Natur aus sowohl homosexuell als auch heterosexuell motivierbar ist, allerdings vorherrschend heterosexuell.

Welche Verhaltensweisen tatsächlich ausgeübt werden, hängt von Lernprozessen ab. In diesem Fall heißt das,es ist eine Funktion der Kultur, in der ein Mensch lebt, und der Zufälle, die seine Erfahrung ausmachen.

(Moderne Psychologie -S. 255)

 

Friedrich Nietzsche:

 Grad und Art der Geschlechtlichkeit eines Menschen reicht bis in den letzten Gipfel seines Geistes hinauf.

(Jenseits von Gut und Böse S.75)


Ethik und Homosexualität

Beschreibende Moral sagt, dass die Traditionen und Gebräuche so und so sagen. Homosexualität ist also unmoralisch, weil es nicht traditionell oder gebräuchlich ist. Aber beschreibende Moral kann nicht ethische Regeln geben. Sie muss erst normative (vorschreibende) Moral werden. Die bloße Ansicht ob etwas gut oder schlecht ist, macht diese Ansicht nicht zur normativen Moral, egal, wie weit diese Ansicht getragen wird. Ein Beispiel davon war Sklaverei. Nur weil die Mehrheit der Menschen der Ansicht waren, dass es gut sei, andere "minderwertige" Menschen zu versklaven, macht Sklaverei nicht gut oder schlecht. Darum dürfen wir auch nicht sagen dass Homosexualität unmoralisch ist, nur weil viele Menschen Schwule und Lesben nicht mögen.

Viele Menschen sagen, dass Homosexualität normativ unmoralisch ist, weil sie unnatürlich ist. Wir müssen dabei aber bedenken, dass es viele Arten oder Definitionen von Unnatürlichkeit gibt.

 - Unnatürlich = nicht durch die Natur gemacht, sondern durch den Menschen, z.B. Plastik. Deswegen darf man nicht sagen, dass Homosexualität verkehrt ist.

 - Unnatürlich = es hat keine Funktion in der Natur, z.B. Fortpflanzung. Aber viele Körperteile haben mehr als eine Funktion, z.B. der Mund. Nur weil Geschlechtsteile gebraucht werden um Kinder zu zeugen heißt nicht, dass dies die einzige Funktion von Geschlechtsteilen ist. Wir sagen auch nicht, dass ein kinderloses Ehepaar "unnatürlich" ist. Sie tun uns leid, weil sie nicht am vollen Reichtum des Lebens teilhaben können. Genauso müssten uns kinderlose Lesben und Schwule leid tun, weil sie nicht am vollen Reichtum des Lebens teilhaben können. Immoralität liegt in diesem Fall nicht bei dem Lesben und Schwulen, sondern bei den sozialen Bräuchen, die sie davon abhalten wollen eine Familie (blut- oder adoptiv-) zu haben.

 - Manche sagen, dass moralische Gesetze Naturgesetze sind und umgekehrt. Aber das ist unlogisch. In Griechenland war Homosexualität ein Ideal und in Melanesien ist es eine sozial vorgeschriebene Handlung. Heißt es, dass nur weil manche Fische ihr Geschlecht wechseln, auch Menschen ihre Geschlecht wechseln müssen?

Es ist also unethisch Homosexualität zu verurteilen.

Anette Seiler  1998   http://cott.lsbk.ch/Ethik.htm

 

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