ANTIQUA Online Magazin

seit Dezemeber 2008

Kausalität und Immunsystem


(wird noch bearbeitet)   

 Ob wir, entsprechend einigen antiken Philosophen die Summe aller Eigenschaften des Universums sind, ob wir so zusagen „die zweite Welt“ darstellen, oder als Mikrokosmos ein Spiegelbild des Makrokosmos sind, ist hier nicht direkt das Thema und doch steht es in Zusammenhang damit.

Ein Spruch besagt, dass wir als vernetztes Teil in einer Art kosmischem Gefüge (Makrokosmos) leben und dass wir intrinsisch als lebendes und denkendes Wesen ebenso einen (Mikro)Kosmos darstellen, welcher mit dem anderen und umgekehrt kausal vernetzt ist.

Im nachstehenden Text gehe ich davon aus, dass ausnahmslos „alles“ in einer kausalen Wechselwirkung mit einander vernetzt ist und ergo „nichts“ ohne Einflussnahme, ohne Ursache, Wirkung, Rückwirkung und Wechselwirkung geschieht, bzw. zustande kommt. Weil alles vernetzt ist, wirkt ergo alles bis ins kleinste Detail auf- und miteinander. Jedweder Gedanke, jedwede Reaktion unsererseits bewirkt etwas Anderes, etwas Neues, welches  wiederum in die schon existierende Kausalkette einfließt und seinerseits Wirkungen hinterlässt, bzw. Wirkungen erfährt.

Unsere Gedanken und unser Verhalten, ergo unser integraler Phänotypus – die Summe unseres Seins – ist in gewisser Weise und bildlich gesehen, ein kleiner Kosmos, der in ständiger Wechselwirkung zum „großen Kosmos“ steht. Genau genommen sind wir (nur) ein Bestandteil des Gesamten. Nichtsdestowenier tragen wir in unserem so genannten kollektiven Gedächtnis die Informationen allen Lebens. Das begreift alle uns nicht direkt bewussten Informationen aus Millionen Jahren Menschheit mit allen Ursachen und Konsequenzen die denkbar sind. Wenn wir uns all dieser Informationen samt ihrer kausalen Zusammenhänge dauernd bewusst wären, wäre unser Bewusstsein auf seinem derzeitigen Stand hilflos überfordert. Die Informationen sind nichtsdestoweniger vorhanden; sozusagen abrufbar nach dem Prinzip der Assoziationen. Auch wenn diese Abrufung – vergleichbar einem Download – uns eher willkürlich erscheinen, so unterliegen in ihren kleinsten Details trotzdem der kausalen Ordnung. Sie sind Bestandteil davon.  Rein theoretisch müssten wir imstande sein, die integrale Menschheitsgeschichte anhand von Assoziationen rekonstruieren zu können. Allein, unser geistiges Fassungs- und Verarbeitungsvermögen, unser Verstand ist dazu nicht ausreichend „trainiert“, bzw. durch andere Faktoren, beispielsweise denen des Alltags, des Überlebens, des Fortkommens und der Ordnung des zwischenmenschlichen  Auskommens schon quasi bis an seine Grenzen gefordert. Informatisch gesprochen, ist unser „Arbeitspeicher“ ausgelastet. Ob er das sein muss, bzw. ob dieser Zusatand vermeidbar wäre, ist eine Frage der Prioritäten, bei deren Festlegung der Mensch u.a. durch seine Vorstellungskraft und durch die Wichtigkeit, die er seinen Wünschen zuspricht, seine Vernunft zu oft ignoriert und seinen Verstand mit Dingen belastet, die an sich sonst nichts Sinnvolles bewirken, als dem Verstand „Arbeitsspeichermenge“ weg zu nehmen, die für elementare und wichtigere Dinge genutzt werden könnten.


Im Kontext dieser Feststellung tragen wir gewissermaßen auch alle möglichen Voraussetzungen zur Kultur aller denkbaren Krankheitserreger in uns. An sich sind wir im weitesten kausalen Sinn gesehen, unsere eigenen Krankheitserreger, sprich: durch unser Verhalten machen wir uns selbst krank.


Die Seele (Psyche)  als Antrieb  und der Körper als Arbeitsmaschine (Soma) oder "ausführendes Organ" sind, areligiös und sachlich betrachtet, als ein Ganzes zu sehen. Die Seele als metaphysische Größe ist unrealistisch, da sie zur Wahrnehmung ihrer selbst und zur Verwirklichung ihrer selbst ein ausführendes Organ braucht, ohne das sie schlicht zwecklos wäre und – esoterisch gesehen - als Energie- oder Lichtkörper, oder was auch immer im offenen Raum herumgeistern und willkürlich wirken würde.

Beide – Psyche und Soma - befinden sich in existentieller  Abhängigkeit zu einander und beeinflussen und beleben sich wechselseitig. Zwei Hälften eines Ganzen (dessen Summe wir darstellen) gestalten in wechselseitiger Beziehung unser Befinden und unser Handeln: unser Sein. Bildlich gesehen, könnte man es so formulieren: wenn die Seele „down“ ist, reagiert der Körper entsprechend mit Schwäche und umgekehrt. Da wir keinen gedanklichen Einfluss auf die Wirkung unseres Unbewussten (die Summe unserer eigenen Erfahrungen und deren Vernetzung mit  unserem kollektiven Gedächtnis) haben, werden durch seelische und/oder körperliche „Gegensätze“ analoge Informationen des Unbewussten abgerufen, die ihrerseits auf den Organismus und die Psyche wirken und den „Gesundheitsfall“ verschlimmern, zumindest aber komplizieren, oder im günstigsten Fall positiv beeinflussen. Eine Erkenntnis kann in der Folge ihrer Wirkung und bedingt durch die Vernetzung vordergründig ungeahnte Folgen, unter anderem auch Krankheiten nach sich ziehen. In der Konsequenz geht das soweit, dass durch ein relativ harmloses Übel sich ein weit gefährlicheres entwickeln kann.


Grundsätzlich kann man alle geistigen oder organischen Krankheiten oder Störungen  auf seelisch-körperliche „Fehlfunktionen“, bzw. eine gestörte Kooperation beider zurückführen. Ob diese „Fehlfunktionen“ nun vom Betroffenen selbst bewirkt wurden (ob verschuldet oder unverschuldet), ist direkt kein anderes Thema (siehe vererbte Krankheiten oder unvorhersehbare äußere Einflüsse), denn auch solche Fehlfunktionen unterliegen den Auswirkungen der kausalen Zusammenhänge. Jedwede Störungen hat ihre Ursachen und manche davon gehen weiter zurück, als wir mitdenken können. So gesehen sind alle Krankheiten auf einen soziokulturellen Umstand zurückzuführen oder zumindest damit in Verbindung zu bringen.

Der so genannte Schmetterlingseffekt ist durchaus keine Spinnerei, sondern das Stichwort für eine unübersehbare Menge an Koinzidenten, die irgendwann in einem Resultat münden, welches wiederum im Reigen mit anderen Faktoren den Fortbestand un die Weiterentwicklung der Kausalkette unterstützt.

Immunsystem


In Bezug auf Viren:

unser Immunsystem ist sehr empfänglich für psychische Reize und dementsprechend auch relativ instabil. Wer sein Immunsystem (aus welchen Gründen jetzt auch immer) schlecht pflegt (Lebensweise) untergräbt seine eigene Widerstandfähigkeit und bietet wirt-suchenden Viren offene Türen. Sind sie einmal „drin“ und haben sich eingenistet, braucht es imeist die chemische Keule um sie schnellstmöglich wieder „auszutreiben“, bzw. abzutöten. Die Pharmakologie in Zusammenwirkung mit den Organismus gewinnen meist den Kampf, aber durch die chemische Keule wird das Immunsystem in seiner Selbstregenerierung gestört, weil es von außen und nicht aus sich selbst heraus genesen ist. Weil es von außen zusätzliche Unterstützung erhielt, hatte es genügend Kraft um schnell abzuwehren. Ein Fakt, der in unserer schnelllebigen und auf Leistung programmierten Gesellschaft zwar (scheinbar) unabdinglich geworden ist, nichtsdestotrotz aber ein widernatürlicher „Brauch“ wurde, der uns in eine Situation manövrierte, aus der wir fortan quasi nur „mit Hilfe von außen“ entkommen können.

Außerdem widerspricht die Hilfe von außen – betrachtet man es radikal sachlich – den Gesetzen der natürlichen  Selektion. Aber hier wird man mir wohl alle erdenklichen ethischen und moralischen und menschenrechtlichen Regeln an den Kopf werfen, so dass ich dieses Thema lieber gleich wieder abtreibe.

Das Immunsystem braucht sich also nicht ausschließlich aus eigener Kraft zu regenerieren und wird „faul“, das heißt, beim nächsten Angriff wird es wieder auf Hilfe von außen angewiesen sein und so weiter.

Die so genannte „Pferdekur“ wäre die eigentliche Selbstregenerierung, aber die dauert, fordert konsequentes Verhalten und gelingt nur mit ebenso konsequenter Lebensweise. Dafür haben aber die meisten - oder lässt die Gesellschaft ihnen - keinen Raum und keine Zeit. Die Einbindung in den Alltag fordert ihr Tribut ... wenn wir es zulassen. Für den Durchschnitts-Alltagsmensch ist es daher einfacher und bequemer auf die Chemie zurückzugreifen, mit der Konsequenz, dass ab einem gewissen Punkt die Wirkung des Immunsystems so unzureichend geworden ist, dass allen möglichen Erregern dort, wo seinerzeit das Immunsystem noch aus eigener Kraft wirksam abwehren konnte, nunmehr Tür und Tor offen stehen. Sind wir an diesem fatalen Punkt angekommen, liegt unser körpereigenes Immunsystem im Abfalleimer und die einzige Alternative gibt es in der Apotheke. Die Produkte, die wir dann schlucken „müssen“ um einigermaßen über die Runden zu kommen, unterscheiden sich von ihrer Herstellung und Zusammensetzung her nicht all zu sehr von dem sattsam bekannten Dopingmitteln und anderen Drogen. In gewisser Weise mündet die Unterstützung unseres vernachlässigten und misshandelten Immunsystems letztendlich auch in einer Abhängigkeit. Dadurch wird das Immunsystem als autonomer, in einem gewissen Sinn sogar autarker Regulator zum Katalysator für diverse Pharmaka reduziert, inklusiv aller (neben)gesundheitlichen Konsequenzen und Randerscheinungen

Wir können nun jedem und allem die Schuld zuschieben, aber letzten Endes sind wir es, die die Konsequenzen tragen, die wir uns - mit sehr wenigen Ausnahmen - selbst eingebrockt haben.
 Die Idee das ganze System umzukehren, ist nicht von der Hand zu weisen und wäre in der praktischen Umsetzung ein sehr mutiger Schritt, sie ist aber leider in der Realität kaum umzusetzen. Einerseits gibt es keine Politiker, die genug Mut und Überzeugungskraft hätten, um die Menschen zu überzeugen, dass sie auf viele „Annehmlichkeiten“ die das Konsumleben bietet, verzichten sollten und sie nachhaltig dazu bewegen könnten, gesundheitlich bewusster zu leben. Andrerseits haben dieselben Politiker nicht die Macht oder den Willen oder die Einsicht, den Ersatzmittelherstellern eine neue Produktionsethik, den Arbeitgebern eine andere Personal und Finanzhygiene, den Gesetzgebern eine menschenbezogenere Sicht der Zusammenhänge..... und vielen Ärzten eine adäquatere  Arbeitsdeontologie zu verschreiben. Weder die Menschen noch die Institutionen sind heute noch in der Lage ohne diverse „Additive“ und ohne faulen Kompromisse existieren, bzw. funktionieren zu können.


Beispiel: heute ist es fast schon unterlassene Hilfeleistung, wenn man sein Kind nicht mit chemischen Keulen wieder gesund macht, sondern es auf eine „natürlichere“ Art und Weise (auch mit Hilfsmitteln, aber nicht mit Atombomben auf Spatzen schießen) versucht. Die Entwicklung unseres Kassengesundheitswesens ist von den Bedürfnissen der Gesellschaft in dem Maße korrumpiert, dass eine Erkältung, Grippe, Bronchitis und ähnliches praktisch in drei Tagen auskuriert sein „muss“, sonst schielt womöglich der Kassenkontrollarzt schon auf die vorgedruckte Vorladung zwecks Gegenuntersuchung. Auf einem „natürlicheren“  Weg dauert eine Genesung aber bis zu einer Woche, bei Kindern sogar noch etwas länger, also sind wir schon fast gezwungen, den schnelleren Weg der chemischen Unterstützung zu gehen um nicht anderweitig neue Probleme zu bekommen, die mitunter auch wieder und zusätzlich die Gesundheit untergraben.

Wir sind heute schon derart auf Genesunsunterstützungg von außen konditioniert, dass die Selbstgenesung meist gar nicht mehr anschlägt. 


 

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