| Die Freimaurer von Ronny Ueckermann Copyright (Erstveröffentlichung 2004) Geschichte 
Die Freimaurer (englisch: freemasons) sind ein weltweit verbreiteter Bruderorden, der auf Toleranz und Humanität basiert. Organisiert ist er in nationalen Großlogen, die sich in zahlreiche lokale Logen aufteilen. Ursprünglich war die Freimaurerei nur christlichen Männern zugänglich, inzwischen gibt es aber auch Logen, die Frauen und Menschen anderer Religionszugehörigkeit sowie Atheisten und Agnostiker aufnehmen. Die Aufnahmekriterien unterscheiden sich allerdings je nach Lehrart. Das Ziel der Freimauer ist ein geistiges und seelisches Wachstum ihrer Mitglieder und somit auch der ganzen Gesellschaft. Sie bedienen sich dabei zahlreicher Rituale und Symbole.
Die Anfänge der Freimaurerei liegen trotz zahlreicher Nachforschungen im Dunkeln. Einer Legende zufolge soll sich der Sohn des angelsächsischen Königs Athelstan einer bereits existierenden Bruderschaft von Maurern angeschlossen haben. Athelstan fand Gefallen an dieser Vereinigung und so sollen sie in York zusammengekommen sein, um die Grundlagen der Freimaurerei auszuarbeiten. Wie gesagt, dies ist eine Legende, nicht mehr. Nach heutigem Forschungsstand gibt es für sie praktisch keine Belege. Vielmehr gehen die Freimaurer wohl zurück auf Vereinigungen mittelalterlicher Steinmetzen, so genannten Bauhütten. Bereits in römischer Zeit hatten diese gewisse Privilegien, wie etwa die Befreiung von bürgerlichen Lasten und ihre eigene Gerichtsbarkeit. Auch konnten Personen, die nicht dieser Zunft angehörten, als Ehrenmitglieder aufgenommen werden. Der Begriff "freemason" ist seit dem vierzehnten Jahrhundert belegt. Viele Autoren haben versucht, die Ursprünge der Freimaurer auf die Rosenkreuzer und die Templer zurückzuführen. Eine solche direkte Verbindung lässt sich allerdings nicht belegen, wenn beide Organisationen auch einen gewissen Einfluss auf die frühen Freimaurer ausübten. So heißt es zum Beispiel in Henry Adamsons Gedicht „Der Musen Klagelied“ von 1638:
"Denn wir sind Brüder vom Rosenkreuz; Wir haben das Maurerwort und das Zweite Gesicht, Was kommen wird, das überrascht uns nicht…"
Im ausgehenden Mittelalter verloren die besagten Bauhütten in England zunehmend an Bedeutung, waren dafür aber in Schottland umso stärker aktiv. Die erste dokumentierte Aufnahme eines Engländers in eine schottische Loge fand am 20. Mai 1641 statt. Sir Robert Moray, Generalquartiermeister der schottischen Armee, wurde in Newcastle Mitglied der Mary’s Chapel Lodge von Edinburgh. Einen neuen Aufschwung erlebten die Steinmetzzünfte 1666, als ein verheerender Brand achtzig Prozent von London in Schutt und Asche legte. Durch Bauten wie Piccadilly oder die St. Paul’s Cathedral erlangten sie hohes Ansehen. Auch die "spekulativen" Maurer, die mit dem eigentlichen Handwerk nichts mehr gemein hatten, erhielten nun enormen Zulauf. Dabei spielte Sir Christopher Wren eine wichtige Rolle, der später auch Gründungsmitglied der Royal Society war.
Aber auch Mystiker und Gnostiker spielten eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Freimaurerei, beinhaltet sie doch zahlreiche islamische und jüdisch-kabbalistische Motive. Aus dem Orient stammt auch eine der heiligsten Legenden der Freimaurer – die Geschichte von Hiram Abiff. In der Bibel wird er nur zweimal kurz erwähnt, nämlich im 1. Buch der Könige und im 2. Buch der Chronik. Dort heißt es über ihn:
"Und der König Salomo sandte hin und ließ holen Hiram von Tyrus - den Sohn einer Witwe aus dem Stamm Naftali, sein Vater aber war aus Tyrus gewesen -; der war ein Kupferschmied, voll Weisheit, Verstand und Kunst in allerlei Kupferarbeit. Der kam zum König Salomo und machte ihm alle seine Werke." (1 Könige 7, 13-14)
"Da antwortete Hiram, der König von Tyrus, in einem Brief und sandte zu Salomo: Da der HERR sein Volk liebt, hat er dich zum König über sie gemacht. Und Hiram schrieb weiter: … So sende ich nun einen tüchtigen und verständigen Mann, Hiram, meinen Berater; er ist der Sohn einer Frau von den Töchtern Dan, und sein Vater ist ein Tyrer gewesen. Der versteht zu arbeiten mit Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Steinen, Holz, rotem und blauem Purpur, feiner Leinwand und Scharlach, und Bildwerk zu schnitzen und alles, was man ihm aufgibt, kunstreich zu machen mit deinen Meistern und mit den Meistern meines Herrn, des Königs David, deines Vaters." (2 Chronik 2, 10-13)
 Symbole So weit die Bibel. Die Freimaurer griffen noch auf weitere Quellen zurück und entwickelten daraus folgende Legende: Protagonist ist Hiram Abiff, auch Adonai (hebräisch für "Herr" genannt, ein Baumeister aus Tyrus und Sohn einer Witwe. Er war der Erbauer des salomonischen Tempels Seine Arbeiter sind in drei Grade eingeteilt: Lehrlinge, Gesellen und Meister. Jede dieser Gruppen hatte ihre eigenen Geheimen Parolen und Griffe. Lehrlingen war das Wort "Boas" zugewiesen, Gesellen das Wort "Jachin" und Meistern das Wort "Jehova". Als der Bau vollendet ist, betet er allein darin. Da tauchen auf einmal drei Lehrlinge oder Gesellen (je nach Quelle unterschiedlich) mit den Namen Jubela, Jubelo und Jubelum auf und wollen von ihm das Wort und den Griff des Meisters erfahren. Als er sich weigert, es ihnen zu verraten, bringen sie ihn mit drei Hieben um. Jeden davon erhält er an einer anderen Tür des Tempels. An der östlichen Tür stirbt er schließlich. Dies ist in Modernen Freimaurerlogen auch der Platz, an dem der Meister vom Stuhl sitzt. Die drei Mörder vergraben ihr Opfer an einem nahe gelegenen Hügel, wobei sie eine junge Akazie (eine heilige Pflanze der Freimaurer) entwurzeln. Nach einer Woche kommen neun Meister an dieser Stelle auf der Suche nach Hiram vorbei. Einer hält sich bei dem Versuch, den Hügel zu erklimmen an der Akazie fest und zieht sie aus der Erde, wodurch Hirams Leiche zum Vorschein kommt. Die Meister befürchten, dass das Meiserwort verraten worden sein könnte und beschließen, ein neues zu wählen. Es soll aus dem ersten zufälligen Ausspruch bestehen, den einer von ihnen sagt, während sie die Leiche bergen. Als einer von ihnen Hirams Hand packt, löst sich die Haut ab und er ruft: "Macbenac!" Niemand weiß, aus welcher Sprache dieses Wort stammen soll, noch was es genau bedeutet. Die Übersetzungen reichen von "Das Fleisch fällt von den Knochen" über "Die Leiche ist verfault" bis hin zu einem schlichten "Der Tod eines Baumeisters". Das neue Meisterwort war damit jedenfalls gefunden und die Leiche wurde zu Grabe getragen. Die Mörder wurden gefasst und bestraft. Bei Hirams Beerdigung trugen alle Meister weiße Schurze und Handschuhe zum Zeichen, dass sich keiner von ihnen mit Hirams Blut befleckt hatte. So viel zu den freimaurerischen Legenden, kehren wir zurück zu den geschichtlichen Fakten.
Die offizielle Geschichtsschreibung der Freimaurerei beginnt mit der Gründung der ersten Großloge in London am 24. Juni 1717. An diesem Tag (dem Johannistag) schlossen sich 4 Logen zusammen und stellten sich unter den Schutz von Johannes dem Täufer. Dieses Datum gilt seither als höchster Feiertag der Freimaurer. Schnell nahm die Zahl der Logen zu. 1723 war sie bereits auf 52 gestiegen. Seit demselben Jahr wurden sie alle von den Londoner Logen verzeichnet. Die älteste bekannte Logentafel stammt aus dem Jahr 1725. Interessant ist auch, dass das Handwerk zu dieser Zeit bereits in den Hintergrund gerückt war. Der Großteil aller Logenmitglieder bestand aus Bürgern und Adligen. Auch der erste Großmeister war ein Adliger – der Herzog von Wharton.
 Symbol Von England aus verbreitete sich die Freimaurerei über ganz Europa und später auch nach Amerika. Die erste deutsche Loge entstand 1737 in Hamburg unter dem Namen „Loge d’Hambourg“, der später in "Absalom" und wiederum später in den noch heute gebräuchlichen Namen "Absalom zu den drei Nesseln" geändert wurde. Maßgeblichen Einfluss auf die weitere Verbreitung der Freimaurerei in Deutschland hatte die Aufnahme des preußischen Kronprinzen Friedrich, dem späteren König Friedrich dem Großen, der 1738 in Braunschweig Mitglied der Hamburger Loge wurde. Auf sein Geheiß hin wurde am 13. September 1740 die erste deutsche Großloge in Berlin gegründet. Ihr Name lautete "Aux trois Globes". Heute kennt man sie eher unter der deutschen Übersetzung dieses Namens, "Zu den drei Weltkugeln". Tochterlogen wurden gegründet, unter anderem in Breslau, Dresden und Frankfurt/Oder. Die Freimaurerei verbreitete rasch über Deutschland, wurde aber immer wieder, wie auch in anderen Ländern, durch zahlreiche Verbote stark eingeschränkt. 1784 verbot Kurfürst Karl Theodor von Bayern alle geheimen Gesellschaften. 1934 wurden sie von den Nazis verboten und konnten sich nach dem Krieg nur in den Westzonen wieder etablieren. Logen in den Neuen Bundesländern wurden erst nach 1989 wieder gegründet. Heute unterstehen alle Logen in Deutschland der Vereinigten Großloge von Deutschland (VGLvD). Sie wurde am 19. Juni 1949 in der Frankfurter Paulskirche gegründet und ist ein Zusammenschluss der bis dahin existierenden fünf deutschen Großlogen:
Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.) Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland Große National-Mutterloge "Zu Den Drei Weltkugeln" (3WK) The Grand Lodge of British Freemasons in Germany American Canadian Grand Lodge
Die beiden letzten waren ursprünglich Logen, die nach dem zweiten Weltkrieg in Westdeutschland für Mitglieder der alliierten Streitkräfte gegründet wurden. Alle fünf gehören zu den so genannten "regulären" Logen, das heißt, sie werden von der Londoner Großloge anerkannt. Auch die so genannten "nicht regulären" Logen nach französischem Vorbild sind seit dem 27. Oktober 2002 unter dem Dachverband „Souveräner GrossOrient von Deutschland“ (SGOvD) zusammengefasst. Er beherbergt fünf Logen und fünf Zirkel, sowie eine Logen in Belgien. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 12.000 Freimaurer. Die stärkste Verbreitung innerhalb Europas haben sie in Großbritannien und Skandinavien.
Wann die Freimaurerei nach Nordamerika gelangte, ist nicht genau bekannt. Schon vor Gründung der Londoner Großloge waren einige Freimaurer in die Neue Welt übergesiedelt, konnten dort aber keine Anhänger finden. Interessant ist übrigens, dass 1719 ein Schiff namens "Freemason" für den Küstenhandel in Amerika eingesetzt wurde. Schriftliche Hinweise darauf, dass vor dem Ende der zwanziger Jahre des 18. Jahrhunderts eine Loge in den Nordamerikanischen Kolonien existierte, gibt es allerdings nicht. Ein solcher Hinweis wurde erstmals am 8. Dezember 1730 von Benjamin Franklin in der Pennsylvania Gazette abgedruckt. Er berichtet darin, dass es in Pennsylvania bereits mehrere Logen gäbe. Er selbst wurde im folgenden Jahr Freimaurer und 1734 Provinzial-Großmeister von Pennsylvania. Die erste offiziell von London anerkannte Loge entstand 1733 in Boston. Seit 1732 entstanden auch so genannte Feldlogen – mobile Logen innerhalb der Regimenter der britischen und später auch der amerikanischen Armee. Zahlreiche führende Politiker der USA waren Freimaurer und so verwundert es nicht, dass die Freimaurerei einen starken Einfluss auf die Verfassung und die spätere Politik dieses Landes hatte. 13 der 39 Delegierten, die den Verfassungsentwurf vom 17. September 1787 unterzeichneten, waren Freimaurer – unter ihnen George Washington und Benjamin Franklin. Thomas Jefferson stand wahrscheinlich mit den Freimaurern in Verbindung, war aber entgegen zahlreicher anders lautender Behauptungen zu keinem Zeitpunkt aktives Mitglied irgendeiner Loge. Selbst die neue Hauptstadt Washington wurde nach freimaurerischen Motiven geplant. Auch das große Siegel der Vereinigten Staaten, das auf den modernen 1-Dollar-Noten zu sehen ist, ist ein freimaurerisches Symbol und kein Hinweis auf eine weltweite Verschwörung der Illuminaten, wie uns manche Konspirologen weismachen wollen. Heute gibt es in den USA etwa 1,8 Millionen Freimaurer, was fast der Hälfte alle Freimaurer auf der Welt entspricht. Die Lehre der Freimaurerei ist nicht einheitlich. Zunächst einmal gibt es die "blaue" Freimaurerei, die sich nur in die drei Johannisgrade Lehrling, Geselle und Meister aufgliedert. Ihr gegenüber steht die "rote" Freimaurerei, deren Ordenshierarchie bis zu 33 Hochgrade umfasst. Im ersten Augenblick sieht es so aus, als ob die blauen Freimaurer viel weniger Wissen erlangen könnten, als die roten, doch in Wirklichkeit sind alle Grade die über den Meister hinausgehen eher symbolischer Natur und werden auch als Vervollkommnungsgrade bezeichnet. Sie dienen der Vervollkommnung des eigenen Geistes und nicht dem Erlangen immer geheimeren Wissens.
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Die Grade Wenden wir uns zunächst den drei Graden der blauen Maurerei zu. Jeder, der einer Freimaurerloge beitritt, hat automatisch den Grad des Lehrlings erlangt. Der Beitritt erfolgt meist durch Empfehlungen anderer Mitglieder, der ein traditionelles Aufnahmeritual folgt. Wer Freimaurer werden will, sollte mindestens 21 Jahre alt sein, diese Altersgrenze ist aber nicht bindend. Durch die Aufnahme wird der Neuling symbolisch zu einem unbearbeiteten Stein, der sich aus dem Gebirge gelöst hat und nun sich selbst finden muss. Der Lehrling muss die Erfahrungen, die er in der Loge sammelt, in seinem eigenen Leben umsetzen und dies in Vorträgen, so genannten Zeichnungen, erläutern. Sein Leitspruch lautet "Schau in dich", seine symbolischen Werkzeuge sind der Spitzhammer, das Senkblei und der 24-zöllige Maßstab. Der Geselle wird symbolisch zu einem behauenen kubischen Stein. Er hat das Erlernte in die Praxis umzusetzen. Er soll andere Bauhütten besuchen und seinen Platz in der Gesellschaft finden. Sein Motto lautet "Schau um dich", seine symbolischen Werkzeuge sind die Kelle und die Winkelwaage. Der Meister sucht nicht mehr nach dem Sinn des Lebens. Er geht den umgekehrten Weg und ist bestrebt, dem Leben einen Sinn zu geben. Sein Motto lautet "Schau über dich", seine symbolischen Werkzeuge sind das Reißbrett und der Setzhammer.
Die rote Freimaurerei mit ihren Hochgraden unterteilt sich in fast 30 Systeme. Nicht alle davon sind "regulär", d. h. von der Londoner Großloge anerkannt. Der bedeutendste Ritus mit weltweit mehr als einer Million Mitgliedern ist der Schottische Ritus (AASR, Alter und Angenommener Schottischer Ritus). Er ist nur Männern zugänglich und unterteilt sich in folgende 33 Grade:
Lehrling Geselle Meister Geheimer Meister Vollkommener Meister Geheimer Sekretär Vorgesetzter und Richter Intendant der Gebäude Auserwählter Meister der Neun Auserwählter Meister der Fünfzehn Erhabener Auserwählter Ritter Großmeister-Architekt Meister des Neunten Bogens Großer Auserwählter Ritter des Degens Prinz von Jerusalem Ritter vom Osten und Westen Ritter Rosenkreuzer Groß-Pontifex Großmeister aller Symbolischen Logen Preußischer Ritter Prinz von Libanon Chef des Tabernakels Prinz des Tabernakels Ritter der ehernen Schlange Prinz der Gnade Ritter-Komandeur des Tempels Ritter der Sonne Ritter des Heiligen Andreas von Schottland Ritter Kadosh Inquisitor-Meister Ritter und Prinz des Königlichen Geheimnisses Souveräner General-Großinspekteur

In den USA ist der York-Ritus am bedeutendsten. Hierbei handelt es sich nicht um ein einheitliches System sondern um ein Konglomerat aus 3 Gruppen:
Chapter Royal Arch; auch Capitular Masonry Mark Master Past Master Most Excellent Master Holy Royal Arch Mason Order of the High Priesthood
Council of Royal and Select Masters; auch Cryptic Degrees Royal Master Select Master Super Excellent Master Order of the Silver Trowel Most Excellent Master (nur in England)
Commandery of Knights Templar; auch Masonic Orders of Christian Knighthood Knight of the Red Cross Knight Templar Knight of St. John Knight of Malta Knight Crusader of the Cross
Größere Bedeutung in Europa haben noch der schwedische bzw. skandinavische Ritus (10 Grade) und der französische Ritus. Letzterer geht von der 1773 gegründeten und somit zweitältesten europäischen Großloge, dem Grand Orient de France (GOdF) aus. Diese Lehrart unterhält auch Frauen- und gemischte Logen, wird aber von der Londoner Großloge nicht anerkannt. Der Ritus umfasst die 3 Johannisgrade und folgende 4 weitere Grade:
Elu/Maître Elu Ecossais (Grand Elu) Chevalier d’Orient ou de l’Epée Chevalier (Souverain Prince) Rose-Croix
Dies sind die wichtigsten Riten. Es gibt noch eine Unzahl weitere, denen aber nur wenige Tausend Mitglieder angehören und die damit keine größere Bedeutung haben. Eine einwandfreie Auflistung aller Riten mit ihren verschieden Graden ist sogar für Freimaurer sehr schwierig. Eine ziemlich detaillierte Ausarbeitung findet sich unter http://www.freimaurer.ch/artikel/wegweiser.html.
Immer wieder wird den Freimaurern vorgeworfen, sie wären in weltweite Verschwörungen verwickelt und würden sich in die Politik einmischen. Am Beispiel USA erkennt man zwar, dass viele Politiker durch ihre Mitgliedschaft in einer Loge geprägt wurden, doch ein politisches Engagement ist den Freimaurern als Organisation fremd, ja es ist den Mitgliedern sogar verboten, in Versammlungen über Politik zu reden. Oftmals werden sie auch fälschlicherweise von ihren fanatischen Gegnern beschuldigt. Eine treibende Kraft war beispielsweise Erich Ludendorff, General im ersten Weltkrieg und 1923 Partner von Adolf Hitler beim gescheiterten Putschversuch. Auch die katholische Kirche hatte die Freimaurer lange Zeit verdammt und behauptet, sie würden dem Satanismus anhängen. In neuerer Zeit geht die Beschuldigung einer Verschwörung vor allem durch die Bücher Jan van Helsings und ähnlicher Werke aus. Ob an den Gerüchten etwas Wahres dran ist, darüber kann man streiten. Es sei aber darauf hingewiesen, dass die Freimaurer durch ein eigenes Hilfswerk auch karitativ tätig sind.
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Prominente Mitglieder Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten der letzen 300 Jahre waren Freimaurer.
Komponisten und Musiker Louis Armstrong Nat King Cole Joseph Haydn Franz Liszt Albert Lortzing Wolfgang Amadeus Mozart
Politiker und Staatsmänner
Mustafa Kemal Atatürk, Vater der modernen Türkei James Buchanan, 15. Präsident der USA Winston Churchill, englischer Premierminister Edward VII., König von England Edward VIII., König von England Gerald Ford, 38. Präsident der USA Benjamin Franklin Friedrich II,. König von Preußen James A. Garfield, 20. Präsident der USA George VI., König von England Warren Harding, 29. Präsident der USA Andrew Jackson, 7. Präsident der USA Andrew Johnson, 17. Präsident der USA Lyndon B. Johnson, 36. Präsident der USA William McKinley, 25. Präsident der USA James Monroe, 5. Präsident der USA James Knox Polk, 11. Präsident der USA Franklin Delano Roosevelt, 32. Präsident der USA Theodore Roosevelt, 26. Präsident der USA Gustav Stresemann William Howard Taft, 27. Präsident der USA Harry S. Truman, 33. Präsident der USA George Washington, 1. Präsident der USA
Industrielle
Walter Percy Chrysler Andre Citroen Samuel Colt, Entwickler von Schusswaffen Henry Ford James Rothschild, Bankier
Schriftsteller und Philosophen
Gottfried August Bürger Adalbert von Chamisso Samuel Clemens (Mark Twain) Charles Dickens Johann Gottlieb Fichte Johann Wolfgang von Goethe Heinrich Heine Johann Gottfried Herder Victor Hugo Rudyard Kipling Adolph, Freiherr von Knigge Gotthold Ephraim Lessing Alexander Puschkin Jonathan Swift Kurt Tucholsky Francois Marie Voltaire Oscar Wilde
Wissenschaftler und Forscher
Edwin Aldrin, zweiter Mann auf dem Mond Roald Amundsen, norwegischer Polarforscher, erreichte als erster Mensch den Südpol Jöns Jakob Berzelius, schwedischer Chemiker Enrico Fermi, italienischer Physiker Sir Alexander Fleming, Erfinder des Penicillins John Glenn, erster Amerikaner im All Alexander von Humboldt Robert Peary, erreichte als erster den Nordpol Heinrich Schliemann
Andere
Giacomo Casanova William Cody (Buffalo Bill) Aleister Crowley, Esoteriker Clark Gable, Schauspieler Oliver Hardy. Schauspieler J. Edgar Hoover, Chef des FBI Joseph Smith, Gründer der Mormonen
Wer mehr über die Geschichte der Freimaurer erfahren will, der sollte einmal nach Bayreuth, St. Michaelisdonn (Schleswig-Holstein) oder nach Zwettl in Niederösterreich fahren. dort befinden sich Freimaurermuseen. Eine ausführliche Liste der Mitglieder findet man unter http://www.internetloge.de/arst/masons1.htm.
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