
Ruki sagt ... |
Zeig her deine Füße Wenn man heutzutage eine öffentliche Grünfläche betritt und die Sonne scheint, kann man nicht mehr sicher sein. Überall lauert die Gefahr von hässlichen Schuhobjekten und noch hässlicheren Füßen.
Sobald es in den deutschen Gefilden warm wird, fühlt sich so manch einer dazu veranlasst, seine Füße zu entblößen, ohne dabei an seine Mitmenschen zu denken. Dabei kommen oft peinliche Dinge zum Vorschein. Zum Beispiel Flip-Flops aus Plastik, welche ursprüngliche nur für den Strand oder das Schwimmbad gedacht waren, oder auch Opas Sandelen mit den obligatorischen weißen Tennissocken dazu. Von Turnschuhen mit extra Dufteinlage, will ich erst gar nicht anfangen. Auch nicht von Barfüßlern in Großstädten, welche es doch tatsächlich geschafft haben, ohne vernünftiges Schuhwerk die 68er als Blumenkinder zu durch- und überleben. Ich wünschte mir, es würde nur dabei bleiben, allein, da gehen und liegen auch noch so manche unmanikürte Fußexemplare herum, die selbst den hässlichsten Schuh noch in den Schatten stellen und meine Haare zu Berge stehen lassen. Igitt!
Manchmal frage ich mich, ob es denn zu viel verlangt ist, im Frühling einfach mal genau das zu tun, was man im Winter auch tut: entweder die Mangelexemplare an Damenfüßen einfach in Ballerinas oder anderen geschlossenen Schuhen verstecken, oder es mal mit schicken Highheels oder den neuen Plateauschuhen dieser Saison zu versuchen. Auch den Herren würde es nicht schaden, mal mehr wert auf ihre Treter zu legen und ihre Mitmenschen nicht durch Hornschwielen oder Fußpilz abzuschrecken. Es ist wirklich zum verzweifeln, dass noch so viele Personen die Verwendung von Nagelscheren- und Pfeilen nicht kennen, geschweige denn den Begriff Pediküre schon für sich entdeckt haben. Aus diesem Grund durchleben die armen geschundenen Füße dieser Welt eine Zeit voller Qualen und eine mitleid erregende Phase, in der sie bis zu ihrem Ableben ihre Besitzer dafür hassen, nicht einmal mit Würde behandelt worden zu sein, obwohl sie tagtäglich Schwerstarbeit leisten müssen.
Die Füße sind allerdings nicht das einzig Unschöne, was das Tageslicht erblickt, sobald die ersten Sonnenstrahlen hervorkommen. Dazu gehörigen unförmige Bierbäuche, schwabbelige Arme und Hinterteile in zu knappen oder zu engen Kleidungsstücken, oder noch besser, man entblößt sich einfach komplett; am Strand, im Freibad oder auf der Wiese nebenan und belästigt seine Nachbarn , die sich unglücklicherweise grad in der Nähe befinden, mit seinem unförmigen Aussehen. Wie gruselig! Brrr!
Aber Gott sei Dank hat auch der Frühling und der Sommer ein Ende, so dass man dann irgendwann wieder davon verschont wird. .
Deswegen sagt Ruki: „Weggucken ist auch eine wirksame Methode!“ _____
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