ANTIQUA Online Magazin

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Ruki sagt ...

 

 

 

 

Der Student an der Uni 

Kaum läuft der Uni-Alltag wieder 2 Wochen , kann man als Student/in schon ein Resümee darüber verfassen, was zum Entsetzen des deutschen Bildungswesens, an deutschen Unis immer öfter folgendermaßen aussieht:

- Die Aufgaben in verpflichtenden Tutorien sind Dank neuer Bachelorprüfungsordnung (die dritte in der vergangenen drei Semestern) von ursprünglich 3 auf 5 erhöht worden.
- Man stellt entsetzt fest, dass einem die Institutskoordinatoren während ihrer Beratungsstunde vergessen haben zu sagen, dass man sich noch für einen Pflichtkurs hätte eintragen müssen, für den allerdings die Anmeldefrist schon vor einem Monat abgelaufen war.
- Keiner der Dozenten kriegt es hin, seine Vorlesungen so zu halten, dass man als Student/in wahrendem nicht ins Wachkoma fällt.
- Man hat zwar noch keine Richtlinien für seine Ausarbeitungen in einem Seminar bekommen, die Erste darf man jedoch schon nächste Woche abliefern.
- Auch am Wochenende bleibt man nicht von der Uni verschont. Plötzlich darf man die Vorbereitungsveranstaltungen für die Praktika an einem Samstag besuchen.
- Durch die Wochenendseminare fallen dann auch die sozialen Kontakte relativ mager aus und irgendwann fragt man sich wahrscheinlich, wie die eigenen Eltern und sonstigen Familienmitglieder aussehen.
- Durch das „Burn-Outsyndrom“ und Co. merkt man, dass einem diverse Kommilitonen abhanden gekommen sind.

Dafür bekommt man dann als Entschädigung so manches von den Studenten zurück , denkt man zumindest.
Es gibt an der Uni Studenten...
...die grundsätzlich von gar nichts eine Ahnung haben, es aber wunderbar beherrschen, das wenige Wissen, was sie dann haben, gekonnt in Szene zu setzen.
...die nie ihren Schlüssel finden, obwohl sie überdimensionale Taschen mit zur Uni schleppen.
...die beim Kaffeekauf an der Kasse der Uni-Cafeteria ihre gesammelten 1-Cent-Stücke andächtig und minutiös zusammen raffen, genauestens zählen und dabei nicht merken, dass in der Warteschlange schon einige Kunden an Altersschwäche gestorben sind …
...die es im Hörsaal vorziehen, mit ihren Netbooks auf diversen Messenger zu chatten oder Sudoku zu spielen. An dieser Stelle meinen Dank für die Zwangseinführung der Anwesendheitspflicht in den Vorlesungen und Seminaren
...die vor den Prüfungen grundsätzlich immer Panik schieben und trotzdem dann mit einer Eins oder Zwei abschneiden.
...die vorgeben keine Streber zu sein, aber trotzdem immer strebsam sind.
...die meinen, immer im Recht zu sein und deshalb nie zuhören, was andere zu sagen haben; der Realitätsgehalt ihrer Meinung könnte gefährdet werden oder ihr allgemeines Unvermögen könnte ans Tageslicht gelangen.
...die derat arrogant und voreingenommen sind, dass sie mit gutem Gewissen von sich behaupten können, es nicht zu sein.

Spätestens jedoch, wenn man sich dann während des Uni-Alltags eine Pause gönnt, auf dem Campus mit seinen Freunden in der Sonne liegt und die knapp bemessene Freizeit genießt, ist all der Ärger, der den Studenten durch den Bolognaprozess eingebrockt wurde, vergessen.

Deshalb sagt Ruki : „Studieren macht Spaß, egal ob mit oder ohne Bologna“.
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Ihre Meinung:
Anonym hat gesagt…

es heisst Bologna(schade dass nicht einfach alles in Lautschrift geschrieben wird - würde einiges vereinfachen ;)

die Reform an sich find ich selbst grundsätzlich gut, die Umsetzung aber leider eine Mittelschwere Katastrophe (zumindest in D)
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lg, KV

Fern hat gesagt…

Danke KaVau :lol:

 

 

 

 

 

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