ANTIQUA Online Magazin

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Ruki sagt ...

 

 

 

 

Papa, ich hab da mal ...

Wer kennt sie nicht, die Fragen aller Fragen, die den Eltern den blanken Angstschweiß auf die Stirn treiben. „Papa ich hab da mal ne' Frage“ reicht aus, um die Erzeuger in Panik zu versetzen. Er würde am liebsten den Kopf in den Sand stecken und zwar ganz , gaaaanz tief.

Während die Fritzchen und Mausileins die Papas und Mamas dieser Welt mit ganz großen Kulleraugen anschauen und gespannt auf die Antwort warten, woher denn nun die Babys kommen, denken sich die Eltern die unterschiedlichsten Strategien aus, um dies in für sie halbwegs angenehme Bahnen zu lenken und dabei ihr eigenes Schamgefühl nicht allzu sehr zu wecken.. Was sagt man da bloß? Packt man die Geschichte mit dem Storch aus, der die Babys bringt, die Ausrede mit dem Kohl, oder wärmt man doch noch mal die Version mit den Bienchen und den Blümchen auf?

„Ja ääähmmm, wenn Mann und Frau sich ganz dolle lieb haben, ääähmmm...dann möchte man sich auch näher kommen und dann nunja, ähmmm...hat die Frau da unten ähmm...“ Sollte Papa oder Mama bei ihrer „Aufklärung“ überhaupt so weit kommen, dann wird der Sohnemann oder das Töchterchen aufgrund der Satzlänge und der gedehnten Aääääm eingeschlafen sein. Vielleicht hat ja auch das Interesse so weit nachgelassen, dass man sich das Ganze als Elternteil nunmehr komplett ersparen kann, sich entspannt aufs Sofa fallen lässt, mit der Erleichterung, wieder einmal mit einem blaue Auge davon gekommen zu sein.

Es gibt Eltern, die dann auch alternativ anfangen, plötzlich irgendwelche Geschlechtsorgane durch Umbenennung zu verniedlichen. Da heißt auf einmal die Vagina „Mumu“ und des beste Stück des Mannes „Johnny“. Bevor diese mehr als peinlichen Aktionen anfangen, sollte man die Aufklärung der Sprösslinge vielleicht doch lieber den Lehrern in der Schule überlassen. Die „sachkundige“ Aufklärungsversuche der Eltern und das Abwälzen auf das Lehrpersonal können angesichts der Teenagerschwangerschaften heutzutage jedoch weit reichende Konsequenzen haben.

Während unsereins seinerzeit mit 11 Jahren noch mit Barbies gespielt hat, spielt heute so manche Elfjährige lieber mit ihrem Freund. Man weiß zwar nicht, was Liebe ist und wie sie zünftig gemacht wird, aber dafür hatte man sein „erstes Mal“ aber umso früher. Ich sehe schon so manch Schlagzeile der Bildzeitung vor mir „Eltern haben versagt: Tochter mit 10 Jahren schwanger“, oder „Zwölfjährige trotz Verhütung schwanger. Bild sprach mit dem Kondom“. Daraufhin werden dann Politiker und Lehrer zu Rechenschaft gezogen und gefragt, wieso immer weniger Aufklärung in den Medien und Biologieunterrichten Deutschlands stattfindet. Armes Deutschland!

Ist die Schamesröte aus den Gesichtern dieser Nation endlich mal verschwunden, kann das Kind dann mit den nächsten Fragen kommen „Papaaaa, wann sind wir endlich da???“ und schon guckt das Elternpaar an Augen genervt den Kleinen an. Dabei handelt es sich bei dieser Frage noch nicht einmal um die altbewährte nach den Babys, oder nach der Anzahl der Sterne am Himmel, sondern um die kindliche Ungeduld und um die simple Frage nach der Ankunft,… die mit stoischem Gleichklang alle 5 Minuten wiederholt wird und die Eltern in die Verzweiflung treibt. Watte in die Ohren oder die Musik lauter; damit kann man dem Frage-und-Antwort-Streß während der Fahrt einigermaßen entgegenwirken.

Danach ist man froh, wenn die Kinder in ihren Bettchen liegen und man sie beobachten kann, wenn sie friedlich schlummern, … nur für den Fall, dass die Eltern nicht bereits völlig entkräftet vor den Kindern eingeschlafen sind.

Da sagt selbst Ruki:  „Kinder sind prima, so lange es nicht die Eigenen sind“

 
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