ANTIQUA Online Magazin

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Ruki sagt ...

 

 

 

 

If God is a Dj 

Wer kennt sie nicht, die Songs, die man ständig in Endlosschleife hören könnte ( Momentan sind es bei mir die Alben von Nelly Furtado und Justin Timberlake, zum Leidwesen meiner Mitbewohnerinnen). Plötzlich steckt man in irgendeiner Situation - die Motivation zum Hausarbeiten schreiben ist zum Beispiel ein komplettes Desaster - und dann fallen einem leicht irgendwelche Textzeilen ein. In meinem Fall „...stucked in the moment and can't get out of it “ von U2.

An dieser Stelle ein kleiner Tipp an die männliche und vor allem junge männliche Leserschaft: Sollten sie jemals intime Stunden mit ihrer Liebsten daheim verbringen wollen, dann legen sie nicht 50 Cents „Candy Shop“ oder „Just a little bit“ auf. Spätestens bei den Zeilen „ ..unbotton your pants just a little bit...” oder irgend welchen „ Lollipops“, wird Frau in schallendes Gelächter ausbrechen und die Wohnung verlassen. Für diese Momente im Leben empfehle ich an dieser Stelle doch eine klassische Kuschelrock-CD parat zu haben. Alternativ tut es auch eine CD von Prince oder George Michael. Im Zeitalter der MP3's kann man sich auch kurz vor dem Date etwas aus dem Internet herunterladen, aber ersparen sie sich und ihrer Herzallerliebsten peinliche Hip Hop Lyrik. Das zerstört nur jegliche Form der Romantik. Versuchen sie es lieber mit „All you need is Love“- das funktioniert dann besser.

Letztens wurde ich von meinem besten Freund gefragt, was für Gründe man haben könnte, um an Musik zu hängen:
Musik ist Trost, Musik ist dein bester Freund, wenn man niedergeschmettert ist, Musik begleitet einen durch Dick und Dünn, vor allem drückt Musik Emotionen immer noch am besten aus . Manchmal ruft Musik aber auch nur alte Erinnerungen wach, hoffentlich nicht an irgendwelche verflossenen Liebschaften.
Ertönen jedoch die Klänge von „Sweet Home Alabama“, denke ich eher an schöne Lagerfeuerabende mit meinen Freunden am Rhein oder bei „People are People“ an sinnlose Irrfahrten mit dem Auto durch die Großstädte Nordrhein-Westfalens.

Ab und zu irritiert Musik einen aber auch. Spätestens wenn man im Supermarkt von Schlagern beschallt wird und einem Udo Jürgens mit „Griechischen Wein“ entgegen dröhnt, möchte man doch lieber deutschen Weißwein aus der Pfalz kaufen und Herrn Jürgens nach Griechenland auf eine einsame Insel mit Schafzüchtern verfrachten.

Auch interessant waren meine Erlebnisse in Sachen Musik und Dauerbeschallung auf der „Love Parade“. Plötzlich fand ich den Gedanken an Udo Jürgens „Griechischen Wein“ viel angenehmer und entwickelte diverse Mordfantasien gegenüber House und Techno DJ's. Das Niveau und die Inhalte diverser Songzeilen ( falls überhaupt welche vorhanden waren) waren nach Scooters „ How much cost the fish?“ und „ Jigga, Jigga“ kaum noch zu toppen. Aber hey, wenn man den Weg zu den Dixie Toiletten in Dortmund , welche auf der Bundesstraße von 1,5 km Länge nur am Anfang und am Ende der Strecke standen, gefunden hatte, war die Blase so weit gefüllt und die physische Verfassung so weit gesunken, dass einem auch solche Klänge wie Vivaldis 4 Jahreszeiten und Beethovens Symphonien gefallen hätten. Somit wird die „Love Parade“ sicherlich auch irgendwann einmal die Freunde der klassischen Musik für sich gewinnen....

Hauptsache, man hat 12 Stunden Dauerschubserei, getarnt als flotte „Dancemoves“ überstanden und wurde nicht ständig von irgendwelchen freiwilligen Helfern auf Kondome angesprochen, wenn man sowieso - völlig erschöpft - keine Lust mehr auf Sex hatte. Auf einmal war die Kundgebung am Ende wie ein Befreiungsschlag und auf dem Rückweg ließ man den I-Pod lieber mal ruhig in der Handtasche liegen, vorausgesetzt, man hatte diese noch.

Irgendwie wusste man auch die Stille dann sehr zu schätzen. Der Grundsatz, seine Ohren und Augen mehr zu schonen, stirbt jedoch spätestens dann wieder, wenn man auf die nächste Party eingeladen wird und irgendein Depp versucht John Travolta in „Saturday Night Fever“ zu imitieren oder die bekannte Tanzszene aus „Pulp Fiction“[1]. Überhaupt sollte man betrunkenen Menschen verbieten, die Tanzflächen zu betreten. Bestes Beispiel hierfür wäre nun einmal die „Love Parade“, denn wo sonst trifft man noch auf eine ähnliche, wild gewordene Mischung aus Teenagern aus allen Herrenländern, verloren gegangene 68-er und diversen Drag Queens, die voller Euphorie wahrscheinlich die „Party ihres Lebens“ gemeinsam feiern ? Und das auch noch alle Jahre wieder - „Oh happy day“!

Zu guter Letzt ist Musik hauptsächlich Geschmackssache. Also schalten sie ihr Musikanlage ein und trällern sie fröhlich ihr Lieblingslied mit, egal ob es nun ein Oldie sein sollte oder ob sie ihre langhaarige Mähne zu Heavy-Metal-Geräuschen schütteln wollen. Denken sie immer daran, Ruki sagt: „ Es gibt Musik für jedermann und es sollte vor allem Spaß machen!“

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[1]Liebe Leser, sollten sie sich gerade dies bezüglich angesprochen fühlen, vor allem bei feuchtfröhlichen Weihnachtsfeiern in der Firma, dann sei ihnen hiermit gesagt, dass dies alles andere als „Cool“ ist, sondern einfach nur peinlich.

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