
Ruki sagt ... |
Autsch !! Manchmal sollte man seine Mitbewohner keine 5 Minuten alleine im Zimmer Kaffee trinken lassen. So geschehen heute zum dritten Mal: ich höre ein entsetzten Schrei aus ihrem Zimmer und dachte schon sie wäre in Ohmacht gefallen. Aber nein! Sie hatte nur den Inhalt einer Tasse Kaffee auf ihrer Matratze verschüttet. Statt jetzt einen Polsterreiniger oder ein Spülmittel zu benutzen, um die Misere zu entfernen, musste sie unbedingt einen Schimmelentferner kaufen gehen, dessen Dämpfte dazu führten, dass besagte Mitbewohnerin erst einmal über der Kloschüssel ihr Innerstes nach außen drehte. Anschließend – denn sie wollte ja noch drauf schlafen – sah ich mich genötigt, ihr beizustehen, um - mit Haartrockners bewaffnet - ihre Matratze wieder zu trocknen. Unfälle im Haushalt sind schon was Schönes!
Ein paar Stunden vorher wollte meine andere Mitbewohnerin etwas in den Backofen schieben. An sich ist das ja nicht weltbewegendes und kompliziertes. Man öffnet den Backofen, stellt die Temperatur ein, schiebt das Backblech mit dem Backpapier rein und macht den Ofen wieder zu. Fertig! Irgendwie schaffte sie es jedoch, erstens: sich am Backpapierrand einen Finger aufzuschneiden, zweitens: mit einem erschreckten „Autsch“ das Blech fallen zu lassen und drittens: sich beim Abstützen anschließend noch am Backofen die Hand zu verbrennen.
Das geht ja noch hin. Ganz schlimm wird’s freilich, wenn man verliebt ist. Plötzlich muss man mehrmals am Tag darauf achten, dass ja auch immer der Herd nach Gebrauch ausgeschaltet wird, bevor die Küche in Flammen aufgeht. Teppiche und Fußmatten, die vorher nie ein Problem darstellten, werden zu gemeingefährlichen Stolperfallen und laden einen förmlich dazu ein, sich schnell noch ein paar blaue Flecken und diverse Blutergüsse, und wenn schon, dann zumindest in der Größe von Tennisbällen zuzulegen. Beim Verlassen der Wohnung, muss man auch immer schön aufpassen, dass nicht irgendwelche Elektrogeräte noch in Betrieb sind und sich dann plötzlich selbstständig machen. Da guckt man, bevor man die Tür hinter sich schließt, doppelt und dreifach nach, ob nichts mehr in Betrieb ist, was ein Feuerwerk oder ein mittleres Erdbeben auslösen könnte.
Unfälle gehören zum Alltag. Jeder kennt sie, jeder fürchtet sie und jeder hatte schon mindestens ein-, wenn nicht sogar mehrmals das Pech, den Hausarzt oder den Krankenwagen wegen einem Knochenbruch, einer verbrühte Hand oder einer Platzwunde am Kopf bemühen zu müssen. Trotzdem ist es lustig, auf Youtube und Co. die Missgeschicke der anderen zusehen, … es tut nicht weh und man fühlt sich mehr wie der einzige Tölpel auf Erden. Voyeurismus und Schadenfreude über das Unglück anderer ist eine „Kultur“ für sich.
Deswegen wünscht euch Ruki: „Hals und Beinbruch, toi, toi,toi!“ _____
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