Philosophie

 

 

 

Hans Jörg Sandkühler (und 320 Autoren)

Enzyklopädie Philosophie

 

 

 

Die Enzyklopädie Philosophie umfaßt rund 400 Artikel und ist das gemeinsame Werk von 230 Autorinnen und Autoren. Sie erörtert in systematischer und geschichtlicher Darstellung Termini und Begriffe der Philosophie einschließlich der disziplinübergreifenden Randgebiete. Berücksichtigung finden alle für das Verständnis der Philosophie wesentlichen Schulen, Strömungen und Richtungen.

Anders als die empirischen Wissenschaften verfügt die Philosophie über keine feste Terminologie. Ihre Begriffe sind unauflöslich mit den systematischen Bemühungen des jeweiligen Philosophen verbunden und nur sinnvoll im Zusammenhang mit ihnen anzuwenden. Dieser Tatsache muss jedes Wörterbuch philosophischer Begriffe gerecht werden und daher einen Kompromiss zwischen begriffsgeschichtlicher Darstellung und terminologischen Fixierungsvorschlägen finden. Die vorliegende Enzyklopädie Philosophie, die nun auch als Paperback-Ausgabe zugänglich ist, stellt sich dieser Aufgabe, indem sie sich an den Leitideen "Pluralismus", "Demokratie" und "Enzyklopädie" orientiert. Auf diese Weise soll der Vielfalt des Philosophierens Rechnung getragen werden. Die seit der Aufklärung bekannte Form bietet einen Rahmen, in dem die Pluralität der ethisch-politischen Lebensformen des Menschen eine Entsprechung in dem findet, was der Herausgeber eine "epistemische Demokratie" nennt.

Man kann dieses Vorhaben als rundweg gelungen betrachten: Die Enzyklopädie wird nicht zur Durchsetzung einer bestimmten philosophischen Strömung instrumentalisiert, sondern erweist sich als pluralistisch im besten Sinne. Der Leser kann sich hier auch über philosophische Richtungen, wie die Dekonstruktion informieren, die bei solchen Unternehmen ansonsten gerne ignoriert werden.

Jeder Artikel enthält einen begriffs- bzw. problemgeschichtlichen Teil und eine Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes mitsamt Kurzbibliografie. Ein Stichwortverzeichnis sowie ein Personen- und Sachregister erleichtern die Orientierung in diesem zweibändigen Werk. Sandkühler ist es gelungen, für die einzelnen Artikel kompetente Autoren zu gewinnen, sodass man die Enzyklopädie als ein vorbildliches Nachschlagewerk betrachten kann, das in keiner philosophischen Bibliothek fehlen sollte.

 

 

 

F. Meiner    (erscheint April 2010)

 


 

 

Franz Schupp

 


  

Die dreibändige Geschichte der Philosophie im Überblick von Franz Schupp unterscheidet sich von anderen Unternehmen vergleichbarer Art durch ihren subjektiven Ansatz und den synoptischen Zuschnitt. Ziel ist nicht die möglichst detaillierte und umfassende Darstellung aller historisch belegten Themen der Philosophie in gedrängter Form, sondern die Intention, dem Leser sei es dem Studenten, sei es dem interessierten Laien anhand der kompetenten Vorstellung und Erörterung der großen Leitfragen, die den Gang der Philosophie von ihrem Beginn in der Antike bis hin zur Moderne vorantrieben, in überschaubarer und nachvollziehbarer Weise einen Überblick über die Geschichte der Philosophie zu vermitteln.

Das Werk - hervorgegangen aus einem über 20 Jahre gehaltenen und stets überarbeiteten Vorlesungszyklus - erfüllt damit ein Desiderat, das kurzgefaßte allgemeine Einführungen (z.B. Hirschberger) oder umfassende Kompendien zur Geschichte der Philosophie, bei denen die Mitteilung der durch die Forschung gesicherten Fakten im Mittelpunkt steht (z.B. Überweg, Grundriß der Geschichte der Philosophie), nicht bieten können: Orientierung und Übersicht durch Vorgabe einer nachvollziehbaren Auseinandersetzung mit den jeweils zentralen Fragestellungen und Ideen der großen unter den Denkern, die den Fortgang der Geschichte der Philosophie bis hin zu Wittgenstein maßgeblich prägten. Dies ergibt sich aus dem einheitlichen Fokus, der durch den subjektiven Ansatz garantiert wird ein Autor, der seine Fragen an die Geschichte der Philosophie von Punkt zu Punkt vorantreibt, aus der bewußten Konzentration der Darstellung auf die Hauptfragen, die den synoptischen und zusammenführenden Blick auf den Entwicklungsgang der Geschichte der Philosophie allererst ermöglicht, und nicht zuletzt aus der großen Darstellungskraft des Verfassers, dem es gelingt, auch komplexe Sachverhalte und komplizierte Gedankenoperationen faßlich aufzulösen und sehr lesbar darzustellen.

 

F. Meiner - 1624 Seiten 

 


Arthur Schopenhauer

 

 

 

Der komplette Schopenhauer in 10 Bänden: Jeder Band bringt den integralen Text in der originalen Orthographie und Interpunktion Schopenhauers; Übersetzungen und seltene Fremdwörter sind in eckigen Klammern eingearbeitet; ein Glossar wissenschaftlicher Fachausdrücke ist als Anhang jeweils dem letzten Band der 'Welt als Wille und Vorstellung', der 'Kleineren Schriften' und der 'Parerga und Paralipomena' beigegeben. Die Textfassung geht auf die historisch-kritische Gesamtausgabe von Arthur Hübscher zurück; das editorische Material besorgte Angelika Hübscher.

 

Diogenes Verlag - 3488 Seiten

 

 

»Dieses Buch blickt zurück auf eine versunkene Welt, als die Philosophie noch einmal, zum letzten Mal vielleicht, in prächtiger Blüte stand. Die "wilden Jahre der Philosophie": Kant, Fichte, Schelling, die Philosophie der Romantik, Hegel, Feuerbach, der junge Marx. So erregend und erregt war eigentlich noch nie gedacht worden. Schopenhauer kommt aus den "wilden Jahren der Philosophie" und ist doch aufs erbittertste mit ihnen verfeindet. (...) Er steht quer zu seiner Zeit. Nicht die Kunst des Machens beseelt ihn, sondern die Kunst des Nachlassens: eine ergreifende Philosophie der Handlungshemmung entwirft dieser "rationalste Philosoph des Irrationalen" (Thomas Mann)

 

Rüdiger Safranski stellt hier Leben und Werk des großen Philosophen, der in seiner Zeit mit seiner Skepsis und nüchternen Mystik keine Anhänger fand, umfassend und im Zusammenhang mit der Kultur und Philosophie seiner Zeit dar. Er schildert ausführlich Schopenhauers sarkastische Reaktionen auf die tonangebenden Philosophen seiner Zeit, Fichte und Hegel, sowie seine eigene Philosophie des Pessimismus und der Ablehnung des Lebens. »Safranski sagt auf 500 Seiten alles, was man heute über Schopenhauer wissen kann.«

 

Fischer Tb - 556 Seiten

 

 

 


 

Friedrich Nietzsche

 

 

 

In Nietzsches. Biographie seines Denkens nun hat der 55-jährige Essayist Rüdiger Safranski, der bereits durch Bücher zu E. T. A. Hoffmann (1984), Schopenhauer (1987) und Heidegger (1994) glänzte, das sprachliche Abenteuer gewagt, dem Lebensweg von Nietzsches Philosophie nachzuspüren. Mit Exkursen etwa auf Wagner, Hegel, Stirner oder Eduard von Hartmann entdeckt er den denkerischen Entwicklungsgang des "Luft-Schifffahrer des Geistes" und erschließt dem Leser so einen Panoramablick auf Nietzsches philosophische Welt. Abgerundet wird die gut lesbare Einführung durch ein Kapitel zur Rezeption des Philosophen, die rechtzeitig zum Nietzsche-Jahr mit Büchern wie Nietzsche und der Faschismus von Bernhard Taureck, Nietzsche in Weimar von Manfred Riedel oder Nietzsche und die Deutschen von Steven E. Aschheim bereits recht unterschiedlich -- und zumeist weniger differenziert -- aufbereitet wurde.

 

Fischer Tb - 400 Seiten

 

 

 

 

"Für meine Generation war er das Erdbeben der Epoche und seit Luther das größte deutsche Sprachgenie" - mit diesen Worten fasst Gottfried Benn seine Bewunderung für Nietzsche zusammen. Volker Gerhardt gibt eine umfassende Darstellung von Nietzsches Leben und Werk, die sich den Frühschriften ebenso ausführlich widmet wie den großen Visionen des Spätwerks. Sein konsequenter Verzicht auf die Fachterminologie der Schulphilosophie ermöglicht jedem Leser einen direkten Zugang zur Gedankenwelt N ietzsches, die weit mehr zu bieten hat als "Übermensch" und "Willen zur Macht", als "Umwertung aller Werte" und "Ewige Wiederkehr des Gleichen".

 

C.H. Beck Verlag - 246 Seiten

 

 

 

 

 

Sämtliche Werke - Kritische Studienausgabe in 15 Bänden (TB)Erstmals wurde der gesamte Nachlaß, der die veröffentlichten Werke an Umfang übertrifft, ohne Fälschungen und Streichungen zugänglich gemacht.

 

Fast 5000 Druckseiten ergaben die Nachlaßmanuskripte, die die beiden italienischen Forscher Giorgio Colli und Mazzino Montinari in jahrelanger Arbeit für die Kritische Gesamtausgabe beim Verlag Walter de Gruyter gesichtet, geordnet und transkribiert hatten.

 

Die gemeinsame Taschenbuchausgabe von dtv/Gruyter hat viel dazu beigetragen, daß die fatalen Nietzsche-Legenden zerstört und eine vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit diesem großen Künstler-Philosophen möglich wurde. Diese Ausgabe warf ein neues Licht auf den Philosophen, da sie die Verfälschungen von Peter Gast und Nietzsches Schwester nicht beinhaltet, sondern sich auf die Originalschriften des Autors beruft.

 

9632 Seiten  - Verlag: Gruyter - Auflage: 2nd Revised edition (29. September 1999)

 

  

  

 

Gesammelte Werke in 10 Bänden.

 

Alle Bände mit einem Nachwort, einer Zeittafel zu Nietzsche, Anmerkungen und bibliographischen Hinweisen von Prof. Dr. Peter Pütz, Professor für neuere deutsche Literatur an der Universität Bonn.

 Die hochgelobte Goldmann-Ausgabe der gesammelten Werke - Goldmann Verlag 

 


Bertrand Russell  

 

Denker des Abendlandes

 

 

Wenn der Literatur-Nobelpreisträger und Philosoph Bertrand Russell eine Geschichte des abendländischen Denkens schreibt, darf man sicher sein, dass es sich bei Denker des Abendlandes  um ein Werk ganz besonderer Art handelt: Es verbindet umfassende Information mit von tiefer Humanität geprägter Erzählweise, objektive Beurteilung mit sehr persönlicher und oft pointierter Darstellung.

 

Russell blättert die Entwicklung des philosophischen Denkens anhand der herausragenden Persönlichkeiten der Philosophiegeschichte auf und bezieht dazu stets auch den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Hintergrund mit ein. Wer in sachlich bestechender, dabei leicht verständlicher und sehr anschaulicher Weise das Wesentliche erfahren will über Pythagoras, Thomas von Aquin, Spinoza, Descartes, Hume, Galilei, Kant, Leibniz, Fichte, Rousseau, Hegel oder Marx, wird dieses Buch jedes Mal aufs neue gerne zur Hand nehmen.

 

Gondrom Verlag - 448 Seiten

 

 

Geschichte der abendländischen Philosophie

  

 

 Dieser Klassiker der Philosophiegeschichte ist bis heute nicht übertroffen worden. Niemals trocken, sondern immer im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen und politischen Hintergründen erzählt Bertrand Russell die Geschichte der abendländischen Philosophie: von den Vorsokratikern und der mittelalterlichen Scholastik, der Philosophie der Neuzeit und von den großen Denkern des 19. und 20. Jahrhunderts.

»Das Buch ist als erste Einführung in die Philosophie anhand der Geschichte nicht zu überbieten; Voltaire hätte es nicht besser machen können.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

GLB Parkland - 842 Seiten

 


 

Ludwig Feuerbach

  

 Diese erste Biographie seit Jahrzehnten - von Jospeh Winiger - stellt das Denken des Erlanger Philosophieprofessors Ludwig Feuerbach dar, der maßgeblichen Einfluß auf den Marxismus nahm. Höchst lebendig und anschaulich erzählt Feuerbach-Kenner Josef Winiger von einem leidenschaftlichen Reformator der Philosophie, der nicht das reine Wissen, sondern den Menschen in das Zentrum seines Bemühens stellte und damit zur Galionsfigur des deutschen Vormärz wurde.

 

Aufbau Verlag Tb - 398 Seiten 

 

 

 

 

Das Wesen des Christentums 

 

Bereits 1839 wurde das philosophische Hauptwerk Ludwig Feuerbachs in den "Hallischen Jahrbüchern" als ein Gegenstück zu Kant, als "Kritik der unreinen Vernunft" erstmals öffentlich angekündigt. Erschienen ist die 1. Auflage schließlich im Juni 1841, zwei Monate später war sie nahezu vergriffen - wobei die Verbote in Österreich und einigen anderen Staaten und die sofort einsetzenden publizistischen Angriffe zu seiner Popularität noch beitrugen. "Das Wesen des Christentums" ist das Resultat eines langwierigen Prozesses der Auseinandersetzung Feuerbachs mit der Hegelschen Philosophie, insbesondere mit dessen Religionsphilosophie. In polemischem Gegensatz zu Hegel zielt die Schrift auf den Nachweis, dass der zentrale Punkt aller Religion der Mensch in seinem Verhältnis zu sich selbst und zur Natur ist: Die Welt der Religion und Theologie sei nur die phantastisch verkehrte Widerspiegelung der irdischen Welt, Transponierung des Menschen als Gottheit in eine erdachte und geglaubte überirdische Existenz. Feuerbach versucht den Nachweis zu führen, dass das "innerste Geheimnis" der Religion, ihr undurchschauter "rationeller Kern", der Mensch selbst sei und dass Theologie letztlich nichts anderes ist als die Lehre von dem als göttliches Wesen vorgestellten Menschen - mithin religiöse Anthropologie.

 

Reclam Verlag - 536 Seiten


 

 

John Stuart Mill

 

 

 

Über seine Prominenz im 19. Jh. hinaus ist Mill unbestritten auch einer der bedeutendsten Denker in der Geschichte der Philosophie.  Peter Rinderle liefert einen anschaulichen Überblick und schneidet bewußt viele Fragen der Mill-Interpretation nur an. Das Grundmotiv Mills hingegen, das sich wie ein roter Faden durch sein ganzes Werk zieht, wird vom Autor ausführlich behandelt; nämlich die Ablehnung dessen, was er die intuitive, die apriorische, oder allgemein die deutsche Schule der Philosophie nannte. Mills theoretische und praktische Philosophie ist radikal empirisch ausgerichtet und berücksichtigt in der Hauptsache die Beobachtung, das Experiment und die Erfahrungen.

Rinderle zeigt auch das Facettenreichtum des Millschen Werkes, seine Logik, seine Sprachphilosophie, die Sozialphilosophie und Mills Metaphysik, seine philosophische Theologie.

 

C H Beck - 160 Seiten

 

 

Über die Freiheit 

 

 

"Der Gegenstand dieser Abhandlung ist nicht die sogenannte Freiheit des Willens, sondern bürgerliche oder soziale Freiheit, will sagen: Wesen und Grenzen der Macht, welche die Gesellschaft rechtmäßig über das Individuum ausübt" (JS Mill im Vorwort)

 

Reclam - 184 Seiten

 

 

 Utilitarianism/Utilitarismus  (englisch-deutsch)

 

 

Mills Verteidigung der utilitaristischen Theorie, dass die Beförderung des allgemeinen Glücks das erste und einzige Kriterium des moralischen Handelns sei, gehört zu den am häufigsten diskutierten, aber auch zu den am häufigsten kritisierten moralphilosophischen Werken. Der erstmals 1861 veröffentlichte Text erscheint hier als zweisprachige Ausgabe - ergänzt durch einen Zeilenkommentar und einem Nachwort.

 

Reclam - 208 Seiten

 


 

Anonymus  

 

 Traité des trois imposteurs / Die drei Betrüger
Französisch–deutsch. Mit einer Einleitung kritisch herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Winfried Schröder.
Die legendäre Abhandlung über die drei Betrüger (Moses, Jesus und Mohammed) zählt zu den herausragenden Schlüsseltexten der französischen Aufklärung. Die Schrift markiert den Übergang von der rationalen Religionskritik zum konsequenten Atheismus in der Philosophie der Neuzeit und war z.B. auch für de Sade ein wichtiger Ausgangspunkt.

 

F. Meiner Verlag - 168 Seiten

 


 

 

David Hume

 

 

Der Autor Jens Kulenkampff skizziert die Grundzüge der verschiedenen Zweige von Humes Philosophie, dessen Werk mit einem umfangreichen Traktat über die menschliche Natur begann. Ihm folgten Untersuchungen über den menschlichen Verstand und über die Prinzipien der Moral, später dann  seine Abhandlungen zur Religionskritik. Humes Absicht war, allein aufgrund von Erfahrung und sorgfältiger Beobachtung des Verhaltens der Menschen im gesellschaftlichen Verkehr, bei ihren Alltagsbeschäftigungen und ihren Vergnügungen die Gesetze festzustellen, die den Menschen als ein verständiges, spontan emotional reagierendes und als ein in Gesellschaft mit anderen interagierendes Wesen bestimmen. Auf allen Feldern seiner Philosophie (Erkenntnistheorie, Moraltheorie, politische Theorie, Religionsphilosophie, um nur die wichtigsten zu nennen) bewährte er seine Methode. Überall tritt er sowohl als scharfsichtiger Beobachter der Tatsachen wie auch als ein Kritiker auf, der gängigen Meinungen, philosophische Doktrinen und metaphysische Spekulationen seinen skeptischen Zweifeln unterwirft.

 

C H Beck - 196 Seiten

 

 

Die Naturgeschichte der Religion

 

Hume trägt eine Entwicklungsgeschichte des Religiösen vor und ergänzt damit die systematisch orientierte Fragestellung der Dialoge.

Das Kapitel Über Aberglaube und Schwärmerei ist ausschließlich religionsphilosophisch ausgerichtet.

In Über die Unsterblichkeit der Seele und in Über Selbstmord systematisiert Hume zunächst die jweils entgegengesetzten Argumente, entkräfted sie dann und hält so nicht nur ein Plädoyer für die moralische wie politisch-rechtliche Legalität des Selbstmords, sondern erweist auch die Unsterblichkeitslehre als philosophisch unbegründet.

Allerdings muss man dieses Buch im Kontext seiner Zeit sehen, insbesondere was die Brisanz der Themen angeht. David Hume rechnete quasi jeden Tag mit seiner Exkommunikation und seine Freunde in Kirchenkreisen hätten wohl auch kaum noch viel zu seinen Gunsten hervorbringen können, um ihn zu schützen, wäre das Buch gleich nach der Drucklegung erschienen. Hume war "sehr vorsichtig", nicht allein, was seinen Posten als Bibiolthekar anbelangte, sondern auch in Bezug auf seine zu der Zeit noch recht junge Anerkennung als brillanter Philosoph. Also verzögerte er im Einvernehmen mit seinem Drucker die Veröffentlichung um etliche (17 ?) Jahre.  Derweil hatte aber mindestens ein Exemplar schon den Weg nach Frankreich gefunden, so dass die brisanten Essays  nicht gänzlich unbemerkt geblieben waren. Die definitive, von Hume noch kurz vor seinem Tod mehrmals überarbeitete Version bezeichnete er offiziell : "... as a manuscript".

Als längere Zeit nach seinem Tod schließlich die erste Printausgabe erschien, war vom Drucker/Verleger im Vorwort eine "Antidote-Notiz" vermerkt, gegen "das Gift in diesem Werk".

 

"Es ist sicherlich eine geistesgeschichtliche Kuriosität von besonderer Pikanterie, dass gerade diese beiden Essays in ihrer unautorisierten Gestalt die am häufigsten gedruckten Werke Humes geworden sind". (Lothar Kreimendahl - im Vorowrt zu dieser Ausgabe)

 

F. Meiner - 144 Seiten

 

 

Dialoge über natürliche Religion

 

In seinem letzten philosophischen Werk, den "Dialogen", erörtert Hume die Frage, ob es die Möglichkeit und/oder Notwendigkeit gibt, aus Vernunftgründen die Existenz Gottes zu bejahen, Fragen, die noch heute - 250 Jahre nach Erscheinen der Dialoge - noch für mitunter anregende Diskussionen sorgen.

Dieses kleine Werk stiftete seinerzeit erheblichen Aufruhr. Es handelt sich dabei um Dialoge zwischen zwei fiktiven Personen namens Cleanthes und Demea, die beide über das Für und Wider bezüglich einer Existenz Gottes diskutieren. Hume selbst bezog als Autor keine Stellung, sondern überlies es dem Leser, sich den Argumenten eines der beiden Dialogparetner anzuschließen, bzw. sich seine eigene Meinung zu bilden. Zu seiner Zeit holte er, zwecks einer Veröffentlichung, den Rat seines Freundes Sir Gilbert Elliot ein, an den er die "Dialoge" als Brief gesendet hatte. Man geht davon aus, dass die Dialoge insgesamt vier Abteilungen hatten, wovon jedoch - falls dem so war - nur zwei erhalten geblieben sind.

 

Ein Buch, welches - aufmerksam und teilnehmend gelesen - sehr irreführen in der Parteinahme seitens des Lesers sein dürfte und ihm  noch heute vor so manche Gewissenfrage stellen wird.

 

F. Meiner - 126 Seiten

 

 

Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral

 

Arthur Schopenhauer sagte zu den Arbeiten Humes, die er laut eigenen Aussagen liebend gerne ins Deutsche übertragen hätte: "Aus jeder Seite von David Hume ist mehr zu lernen, als aus Hegels, Herbarts und Schleiermachers sämtlichen philophischen Werken zusammengenommen".

 

Reclam - 304 Seiten

 

 

Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand

 

Immanuel Kants Komentar zu David Hume: "Ich gestehe frei: die Erinnerung des David Hume war eben dasjenige, was mir vor vielen Jahren den dogmatischen Schlummer unterbrach, und meinen Untersuchungen im Felde der spekulativen Philosophie eine ganz andere Richtung gab".

 

 

Reclam - 216 Seiten 


 

 

 

 

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