Geschichte

 

 

 

Herodot

Neun Bücher zur Geschichte

 

 

Herodot, das Geschenk Heras, der Gattin des Zeus – so muss man seinen Namen in das Deutsche übertragen. Er stammte von der Westküste Kleinasiens und ist der erste Historiker, der ganz gezielt schriftliche und mündliche Zeugnisse zur Geschichte der gesamten, damals bekannten griechischen und orientalischen Welt zusammen- trug. Die Ergebnisse seiner Arbeit machte er in einem umfang- reichen, aus neun Bänden bestehenden Werk einem größeren Hör- und Lesepubli-kum zugänglich. Dabei sind es insbesondere auch seine Reisen, die dem Werk einen sehr lebendigen Charaker verleihen. Seine Schlussfolgerungen und Urteile entspringen also nicht nur der Schreibstube, sondern werden durch eigene Ein- drücke untermauert, die sich wie ein Spiegel auf das menschliche Verhalten zu unterschiedlichen Zeiten und unter wechselnden Lebensbedingungen anwenden lassen. Den historischen Rahmen bilden die Jahrhunderte vom Trojanischen Krieg bis zum Zug des Perserkönigs Xerxes gegen Griechenland im Jahr 479 v. Chr. Nach einer langen Phase der griechischen Expansion war nun das eigene Mutterland massiv durch ein fremdes Volk bedroht. Man mußte sich mit Menschen auseinandersetzen, die einem ganz andersartigen kulturellen Hintergrund entstammten – und die man nur unzureichend kannte. Von daher spielt gerade die Konfrontation mit den Persern eine ganz besondere Rolle in der Darstellung. Herodot ist aber zugleich eine Art Musterautor, der fester Bestandteil des Schulunterrichts in Antike und Mittelalter wurde. Der große, kulturhistorische Wert seiner Historien erweist sich damit als ein doppelter: Zum einen ist sein Werk ein nach wie vor unverzichtbares Zeugnis für das Wissen um die griechische und orientalische Welt der Antike, zum anderen prägte Herodot viele der späteren Autoren und Geschichtsschreiber ganz entscheidend in der Aufbereitung und der Präsentation des eigenen Stoffs. Genau das macht ihn zum Vater der Geschichtsschreibung, zu dem ihn bereits Cicero völlig zurecht ernannte.

 

Marix

 


 

Strabo

Geographica

 

 

 

 

 

Strabos Geographica ist das einzige aus dem Altertum erhaltene Werk dieser Art, das nicht nur für die Landeskunde der griechisch-römischen Welt und für die Geschichte der Geographie von grundlegender Bedeutung ist. Durch seine Fülle anderweitiger Angaben ist das Werk auch eine Fundgrube für Althistoriker, Archäologen, Kultur- und Literaturhistoriker.

 

marix


 

Charles Darwin

Gesammelte Werke

 

 

 

 

 

 "Selbst Relativitäts- und Quantentheorie reichen nicht heran an die Evolutionstheorie als die wohl bedeutsamste Idee der abendländischen Wissenschaft" (Der Spiegel): Die Einladung zu einer Reise im August 1831 änderte das Leben des jungen Theologen und leidenschaftlichen Käfersammlers Charles Darwin. Fünf Jahre und einige tausend Seemeilen später hatte er genug beobachtet, um die grundlegenden Ansichten über die natürliche Ordnung in ihren Grundfesten zu erschüttern.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen gelangte Darwin auf den Galapagos-Inseln. Die zehn Hauptinseln des Archipels waren wie ein Versuchsfeld angeordnet. Darwin wurde klar: Hier haben sich jeweils die Vertreter einer Spezies durchgesetzt, die optimal an ihre Umwelt angepasst waren. Als er seine bahnbrechenden Thesen 1859 unter dem Titel "Über die Entstehung der Arten" veröffentlichte, war die erste Auflage bereits am Tag des Erscheinens ausverkauft. Darwin wusste: Was für die Tiere gilt, gilt auch für den Menschen. Den Beweis, dass er auch hier richtig lag, führte er in seiner zweiten großen Publikation, "Die Abstammung des Menschen", die 1871 erschien.

Darwins Ideen sind inzwischen zum festen Bestandteil des modernen Naturverständnisses geworden (lediglich in den USA werden sie von christlichen Fundamentalisten wieder in Frage gestellt): "Nichts in der Biologie ergibt Sinn, außer im Lichte der Evolution", so der große russisch-amerikanische Naturforscher Theodosius Dobhansky. Sein Kollege Niles Eldredge, Paläontologe und Kurator der großen Darwin-Ausstellung im "American Museum of Natural History" in New York, erklärt den konkreten Nutzen für die Wissenschaft: "Darwins Theorie über die natürliche Selektion ist die Basis, auf der die Menschheit tödliche Krankheiten bekämpfen und mit der wir unsere Umwelt schonender behandeln können. Ohne diese Erkenntnisse wären wir beispielsweise den Gefahren neuer Grippewellen hilflos ausgeliefert."

Dieser große Sammelband macht die Hauptwerke Darwins wieder zugänglich, die bis heute als Beispiele auch brillant geschriebener Wissenschaftsprosa gelten. Er enthält außerdem Darwins Bestseller "Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei den Menschen und den Tieren". Oliver Sacks staunte über Darwins "bezaubernde Beobachtungen, seine aufsehenerregenden Theorien ... Nach 125 Jahren zeigt sich dieses Meisterwerk in unverminderter Frische und Bedeutung." Den drei Werken vorangestellt ist das wohl wichtigste Reisebuch der modernen Naturwissenschaft: Die berühmte "Reise eines Naturforschers um die Welt", auf der Darwin seine Theorien entwickelte für die "vielleicht größte intellektuelle Revolution, die die Menschheit erlebt hat" (Ernst Mayr).

 

 

Zweitausendeins


 

 

Arnold J. Toynbee

Der Gang der Weltgeschichte

 

 

 

 

 

 

Unter welchen Bedingungen entsteht eine Hochkultur? Was führt zu ihrem Untergang? Warum entwickeln einige Völker Reiche von enormer Ausstrahlung, während andere in ihrer Entwicklung stagnieren? Gibt es Gesetzmäßigkeiten im Aufstieg und Fall der Zivilisationen? Warum scheitern einige Kulturen in Krisenzeiten, während andere in ihnen aufblühen? Wo stehen wir heute im geschichtlichen Prozess?

Für den großen Geschichtsforscher Arnold J. Toynbee (1889-1975) stand fest: Nicht Staaten und Reiche, sondern Kulturen bzw. Gesellschaften sind die bestimmenden historischen Faktoren. Jahrzehntelang untersuchte er die Entwicklung der großen Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. Sein Werk markierte durch die Einbeziehung außereuropäischer Kulturen eine Abkehr von der eurozentrischen Perspektive und brachte ihm den Ruf ein, einer der großen Universalhistoriker in der Tradition Jacob Burckhardts zu sein.

Die großen kulturellen Entwicklungslinien der Universalgeschichte entstehen laut Toynbee aus der Dialektik von "Herausforderung und Antwort". Wie im Universum Phasen von Statik und Dynamik, das heißt: Bewegung, Pause und erneute Bewegung, den Entwicklungsprozess bilden, so gelte dies auch für die Prozesse der menschlichen Geschichte, so Toynbee in seiner magistralen Studie. Gerade "Rezessionen fordern den menschlichen Geist zu Innovationen heraus" (NZZ).

Toynbee bezieht auch geografische Faktoren, die Rolle von religiösen Bewegungen und ethnischen Minderheiten sowie von kulturellen und technischen Revolutionen in seine epochemachenden Untersuchungen mit ein, die mehr sind als ein "beeindruckender Überblick über die Vergangenheit" (Die Zeit). Denn er analysiert auch die zentralen Probleme der Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg und liefert damit eine bemerkenswerte Zeitdiagnose. Toynbee ist überzeugt davon, dass sich einige Kulturen nur deshalb aufgelöst haben, weil sie nicht rechtzeitig genug die notwendigen gesellschaftlichen Erneuerungen eingeleitet haben. Aus diesen historischen Erkenntnissen können wir lernen. Sie können uns helfen, Fehlentwicklungen zu vermeiden und aktuelle Krisen als Herausforderungen zu verstehen, die zu einer Weiterentwicklung führen.

 

Zweitausendeins


 

 

John Iliffe

Geschichte Afrikas

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Afrika ist die Wiege der Menschheit. Allein, über Afrikas Geschichte von den Anfängen der Menschheit bis zum Ende der Apartheid gab es bislang kein umfassendes Werk.

John Iliffe, Afrikanist in Cambridge hat es geschrieben, umfassend, informierend und mit bestechendem Scharfsinn. 

 

C. H. Beck


 

 

 

 
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