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Spooks, Spione und Geheimdienste
Der Kalte Krieg und seine Macher
Spionage heißt: Geheimdienst, Nachrichtendienst und verdeckte (inoffizielle, für die Gesellschaft an sich „unsichtbare“) Operationen. An sich ist der Geheimdienst ein Kind des Krieges, ein Mittel um den Gegner auszuspionieren und ihm durch das Wissen um seine Vorhaben eventuell zuvor zu kommen, oder seine Unternehmungen durch Mittelmänner oder politische Intrigen, im Notfall durch verdeckte Operationen (paramilitärische Einsätze) zu vereiteln.
Der „Beruf“ des Spions ist eigentlich so alt wie die Menschheit selbst, denn seit jeher versuchten Feinde sich auszuspionieren um Vorteile auszunutzen oder Schlachten zu gewinnen. Der Spion als Held wurde zu einer mythologischen Figur, die ähnlich wie der Schlachtenheld, oder der heldenhafte Einzelkämpfer für seine Taten, in der Regel zum Wohl seines Vaterlandes geehrt wurde. Natürlich hat sich die Literatur und die Filmindustrie ihrer angenommen und auch ein interessiertes Publikum gefunden. Die Fiktion überholte manchmal die Realität, aber im Grund blieb die Essenz erhalten: das Auspionieren, das Nachrichtensameln, das Intrigieren und letzten Endes auch das „Eliminieren“, das Attentat.
Recht karg ist die Auswahl der Bücher und Autoren die sich, wenn auch zwangsläufig nicht immer objektiv, mit dem Thema und den Nachrichtendiensten als solche befassen.
Heyne
In diesem Buch erzählt er die Geschichte der Geheimdienste von ihrer Gründung bis heute – ein Bericht über Höhepunkte und Niederlagen, Pannen und Skandale, legale und illegale Methoden, falls man in Bezug auf Geheimdienst überhaupt von legalen Methoden sprechen kann. Anhand von einigen aktuellen, politisch brisanten und skandlösen Fällen schildert Ulfkotte Umstände und Wege, wie die Weltwirtschaft zum Teil von Agenten gelenkt wird, wie viel Politiker überhaupt von Aktionen ihrer Spionagedienste wissen und wie die Nachrichtendienste befreundeter Nationen ineinander greifen. Das Buch setzt keine Insiderkenntnisse voraus und schildert auf relativ spannende Art, was wir zwar vielleicht schon ahnten, aber nicht mit Sicherheit wissen konnten.
Knaur
In seiner Saga der Central Intelligence Agency (als US-TV-Zweiteiler sehr nahe am Buch verfilmt) verbindet Littell Autentizität mit Fiktion und liefert eine sich über mehrere Generationen hin ziehende, hoch spannende Geschichte des vielleicht mächtigsten Geheimdienstes der Welt – quasi ein Epos, das über Gewalt, und Intrige, Moral und Eigennutz, Mord und Verrat, Freundschaft und Kumpanei, Liebe und persönliche Verluste in fesselnder Manier berichtet. Eine Familiensaga der CIA.
Goldmann
James Bamford gilt weltweit als der Experte in Fragen der Geheimdienstszene, speziell der NSA. Er veröffentlichte u.a. in der New York Times, der Wahsinton Post und der Los Angeles Times. Alles begann an einem frühen Morgen im Juni 1930, als der achtunddreißigjährige, in Russland geborene Codeknacker William Frederick Friedmann seinen Signal Intelligence Service, dem insgesamt drei Mitarbeiter angehörten, ankurbelte. AN diesem Morgen betrat er das Zimmer 3416, in dem sich ein riesiger Banktresor befand: sein Geheimarchiv, die American Black Chamber.
Christopher Andrew – Wassili Mitrochin
Ulllstein
Der russische Überläufer Wassili Mitrochin machte eine umfassende Dokumentation seiner Operationen erst möglich. Spektakuläre Fälle, ihre Hintergründe und ihre Zusammenhänge werden beleuchtet und werfen ein neues Licht auf den Einfluss der kommunistischen Parteien des Westens, die Rolle des KGB beim Machterhalt in Osteuropa und besonders in der ehemaligen DDR, sowie den brutalen Kampf gegen Dissidenten im eigenen Land. Wer ein wenig über die McCarthy-Zeit in den USA informiert ist, dem werden die Machenschaften des KGB einigermaßen bekannt vorkommen. Grundlage für dieses Buch ist der Beispiellose, unbeschränkte Zugang zu einem der geheimsten und am strengsten bewachten Archive der Welt – dem des sowjetischen Auslandsnachrichtendienstes, der Erste Hauptverwaltrung Ausland des KGB. Der FBI werteten Mitrochins Dokumente und Informationen als „das vollständigste und umfassenste Material, das je geliefert wurde“:
Goldmann
In seinem Enthüllungsbuch entmythologisiert und entmystifiziert der Autor den wohl geheimnisumwittertsten aller Nachrichtendienste, dem Mossad (Institut für Aufklärung und besondere Aufgaben, eigentlich Mosad Merkazi leModi’in uLeTafkidim Mejuchadim, „Allgemeiner Nachrichten- und Sicherheitsdienst“) Was unter der Hand als gegebene Tatsache weitergereicht wurde, wurde unter der Regierung Barak zum öffentlichen Streitpunkt: darf der Mossad bei seinen Ermittlungen „körperliche Gewalt“ anwenden? Die Vergangenheit des Mossad und das, was in der Presse – wenn auch sicher nicht immer objektiv – allenthalben über ihn berichtet wurde, legt nicht gerade ein Zeugnis für gediegene Zimperlichkeit ab. Mitrochin berichtet aus erster Hand von Methoden und Ausführung politscher Attentate. Ein brisanter Hintergrundbericht, dessen Publikation vom Staat Israel gerichtlich angefochten und – vergeblich – zu verhindern versucht wurde.
Goldmann
Guido Knopp hat mit den noch lebenden Top-Spionen, ihren Gegenspielern, ihren Angehörigen und berühmten Zeitzeugen gesprochen. „Das Vokabular des zweitältesten Gewerbes der Welt ist schillernd: Infiltration, Sabotage, Verrat, Desinformation, Doppelagenten, lebende Köder, tote Briefkästen ….“ (G. Knopp) Brisantes Material aus den Giftschränken von CIA, KGB, BND und ihren Konkurrenten.
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Spionage ist per se eine geheime Angelegenheit, die möglichst unbemerkt von der „Außenwelt“, sprich: von allen nicht an der Aktion beteiligten unbemerkt und unerkannt vonstatten gehen soll. Die meisten solcher Aktionen kommen denn auch nicht ans Tageslicht, sondern werden – wenn überhaupt – in stillen und staubigen Aktenordnern in tiefen Archivkellern oder in gut verschlüsselten Computerdateien abgelegt. Die verhältnismäßig wenigen Fälle, die – durch welche Umstände auch immer – publik wurden, gingen in reißerischen Schlagzeilen durch die Presse und wurden in politischen Gremien und Kommissionen diskutiert, meistens aber zerredet.
Jede große Nation, bzw. jede so genannte Weltmacht beschäftigt einen oder mehrere Geheim-, bzw. Nachrichtendienste, die im Verhältnis zu den Mitteln der diversen Nationen oder deren internationaler Machtstellung auch entsprechend ausgerichtet und materiell sowie personell eingerichtet sind. Mitunter werden Inlands- und Auslandsnachrichtendienste getrennt verwaltet und sogar von verschiedenen Ministerien beaufsichtigt. Nichtsdestoweniger können sie unter dem Begriff „nationale Sicherheit“ auch zusammengefasst werden und gemeinsam operieren. In verschiedenen, meist diktatorisch, aber auch in demokratisch geführten Staaten ist dem Geheimdienst eine nationale Geheimpolizei angegliedert, die in der Regel als Exekutive fungiert. Große Geheimdienste wie z.B. die CIA, der Mossad, der MI6 oder der ehemalige KGB verfüg(t)en über eigene paramilitärische Einheiten, oder können – je nach Wichtigkeit oder Brisanz eines Falles - auf so genannte freie Mitarbeiter zurückgreifen.
Im Gegensatz zu der unüberschaubaren Menge an trivialen Schmökern, brillieren einige Autoren in ihren Büchern durch Sachkenntnis und sprachliches Knowhow: um nur einige zu nennen: John le Carré, Graham Greene, Robert Littell und neben einigen anderen auch manchmal der Vater der Verschwörungsromane Robert Ludlum.





