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Detectiv Inspector John Rebus Fahnder mit Ecken und Kanten
Ian Rankin
Bekannt und beliebt wurde Rankin durch seine Romanfigur Detectiv-Inspector John Rebus, ein etwas melancholischer, manchmal selbstgerechter Ermittler, der in Edinburgh ziemlich eigensinnig, aber erfolgreich auf Verbrecherjagd geht, … wenn er sich nicht gerade selbst im Wege steht und wieder mit Gott hadert, weil er sich nicht für eine Kirche entscheiden kann - weil seine von ihm geschiedene Frau ihm noch gelegentlich im Kopf herumspukt - weil seine Tochter, wenn auch manchmal wider ihren Willen, letzten Endes doch froh ist, wenn Daddy ihr die eine oder andere Kastanie aus dem Feuer holt – weil seine Beziehungen meist nur eine beschränkte Haltbarkeit haben – weil sein Bruder und mit ihm ihre gemeinsame Vergangenheit immer wieder auftauchen… John Rebus wird ihn Rankins Romanen zu einer lebenden Figur mit einer Geschichte.
In mancherlei Hinsicht kann man Ian Rankins Roman-Held Rebus mit dem schwedischen Kommissar Beck vergleichen, mit dem das Ehepaar Sjöwall Wahlöö Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger quasi europaweit neue Maßstäbe für die Qualität des Kriminalromans setzte. Die Romanhelden wurden menschlicher und realistischer.
John Rebus ermittelt hauptsächlich in Edinburgh, das von Rankin manchmal in seinen düstersten Farben und aus ziemlich sozialkritischer Sicht beschrieben wird: Edinburghs Unterwelt, die skurillen Outsidertypen, die kleinen Gauner und die großen Bosse, die Alltagsmenschen und verkrachten Existenzen, Rebus´ Mitarbeiter und Vorgesetzte …
Rebus ist vor allem Schotte, auch dann, wenn er vom Londoner Yard als Sachberater zu dem Fall eines Serienmörders hinzugezogen wird. London ist definitiv nicht sein Pflaster, schon nicht aus dem Grund, weil seine Exfrau und seine Tochter dort leben und er wieder mal mit sich und seinen Erinnerungen konfrontiert wird. Rebus gelingt es mitunter hervorragend die Fettnäpfchen zu finden, die andere vergeblich suchen.
Der erste John Rebus und damit auch Rankins Debut, wurde zwar kein Ladenhüter, schaffte es aber kaum über die ersten Tausend hinaus. Rankin wechselte die Bühne und schrieb unter dem Pseudonym Jack Harvey drei Thriller in der Tradition des Spionageromans (Die Kassandra Verschwörung – Bis auf Blut - Der diskrete Mr. Flint), wovon besonders der Letztgenannte vom Stil her durchaus eines John le Carré würdig ist. Zwischendurch begann er mit der Fortsetzung der Rebus-Romane und sein Detectiv Inspector Rebus erklomm unermüdlich die Bestsellerlisten.
Innerhalb der Rebus-Reihe sind mittlerweile zwei Bände mit Kurzgeschichten auf dem Markt (Eindeutig Mord – Der Tod ist erst der Anfang), wobei der Zweitgenannte neben Rebus-Kurzgeschichten auch andere Story enthält. Im Goldmannverlag – bei dem Ian Rankin in deutscher Übersetzung erscheint – liegen ebenfalls schon einige preiswerte Sammelbände mit je zwei Romanen vor. Da die Bücher von Rankin nicht einheitlich immer von denselben Übersetzern bearbeitet werden, kann es zu kleinen Stilbrüchen kommen, die jedoch der Story an sich und der Ambiente der Rebus-Romane keinerlei Abbruch tun. .
Knots and Crosses (Verborgene Muster) - Der erste Roman der Rebus-Reihe wurde bei seinem Erschienen kaum tausend Mal verkauft.
Neben zahlreichen Fällen für den Edinburgher Detectiv Inspector John Rebus beinhaltet dieser Band noch weitere Meisterwerke der Spannung: kaltblütige Killer, verblüffende Enthüllungen, Todesangst und mysteriöse Morde im Edinburgh des 18. Jh.. Zwei der in diesem Band enthaltenen Kurzkrimis wurden mit dem "Short Story Dagger" des Jahres als die jeweils besten Krimikurzgeschichten prämiert.
Ian Rankin lebt mit seiner Familie in Edinburgh.
Die offiziele Webseite von Ian Rankin
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Ian Rankin (*1960 in Cardenden, Fife, dem schottischen Kohlerevier) zählt zur Zeit u,a, neben Mankell und Larsson zu den erfolgreichsten und meistgelesenen zeitgenössischen Krimi-Autoren.
Ian Rankins Debut war alles andere als viel versprechend. Er, der einen Roman mit schottischem Hintergrund schreiben wollte (Verborgene Muster), wurde von seinen Lesern quasi dazu verdonnert, den vom Autor gar nicht dazu vorgesehenen Romanhelden zu einer Serienfigur werden zu lassen. Inzwischen gehört Detectiv Inspector John Rebus zum Programm der britischen, bzw. deutschsprachigen Krimileser.
Für Januar 2010 ist "Der Tod ist erst der Anfang" zu erwarten – 368 Seiten – 22 Kurzkrimis – Goldmann




