von: Fern

 


  

Menschliches

 

 

Menschen und andere Tiere

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Menschenklassen:

Armutszeugnis für die Gesellschaft

*

 

Die meisten Menschen menschen mich an.

*

 

Es gibt keine Verbrecher,

es gibt nur Menschen.

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Manieren und gutes Benehmen

sind Anpassungen an die Masse

auf Kosten der Individualität.

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Gute und schlechte Manieren

schaffen Abgründe und festigen

den kurzsichtigen Dualismus.

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Man ist nur blamiert,

wenn man sich blamiert fühlt.

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Niemand ist wichtig.

Wichtig wäre bloß,

dass jeder das wüsste.

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Wenn der Kleine genau so viel wert ist,

wie der Große,

ist dann der Große genau so wenig wert,

wie der Kleine ?

*

 

Ein plumper Ackergaul

nahm an einem Rassepferderennen teil.

Er wurde zwar Letzter,

hinterließ aber die tiefsten Spuren.

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Auf dem Klo merkt jeder,

dass er nichts behalten kann.

*

 

Dass alle einmal sterben müssen,

akzeptieren manche nie.

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Der Mensch schürt seine wachsende Unzufriedenheit

mit seinen unsäglichen Drang nach mehr Zufriedenheit.

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Autorität ist eine Erfindung jener,

die sích selbst nichts zutrauen.

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Dagegen sein, heißt nicht a priori

besser sein,

auch wenn´s manchmal Spaß macht.

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Duzen wir uns.

Das macht die Konjugation einfacher.

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Normal scheint, was eine Mehrheit tut.

Sie ist zwar nicht normativ,

für die Minderheit aber erdrückend mächtig.

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Der Begriff Normal

wäre eventuell noch akzeptabel,

hätte man ihn nicht

im Abwasser der Ehrbarkeit gewaschen

und dem Begriff Anormal

das Prädikat der Unwürdigkeit verliehen.

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Leben und trotzdem leben lassen.

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Aas ist meist eine übel riechende und

schlecht aussehende molekular-biologische Substanz.

Lebendiges Aas ?

Sowieso !

*

 

Wer mit Schmutz wirft,

muß ihn zwangsläufig selbst

in die Hand nehmen.

*

 

Erkenntnis:

Jeden Tag wird der Mensch daran erinnert,

wozu er eigentlich hier ist -

nämlich, um sein tägliches Häufchen zu drücken

und sich während dem über das nächste

schon mal seine Gedanken zu machen.

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Die Freiheit des Hundes

entspricht der Länge seiner Kette.

*

 

Je dicker das Gesetzbuch,

umso komplizierter die Gerechtigkeit.

*

 

Die Todesstrafe als Beweis

der ethischen und moralischen

Unzulänglichkeit

seiner Befürworter.

*

 

Der Mensch besitzt einen

ausgeprägten Hang zum Selbstbetrug.

Er ist immer dabei,

endgültige Schlußstriche zu ziehen.

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Die heutige Gesellschaft

ist das Resultat einer Zukunft,

die auf den brüchigen und morschen Trümmern

einer unverarbeiteten Vergangenheit aufgebaut wurde.

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