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Ratzi hält seine Jungs auf Trab. Kaum, dass die Nachwehen des letzten Fettnäpfchens verflogen, bzw. eingermaßen eingedämmt sind, befleißigt sich der römische Guru schon das nächste ausfindig zu machen und tritt mit Wonne hinein. Nachdem er die Muslime und Juden mit seinen rethorischen Feinsinnigkeiten bedacht und sich bei dem Laien Zarkozie ausreichend eingeschleimt hatte - sind es seine eigenen Fans, die von ihm und seinen untergeordneten Kohorten eine schallende pädophile Ohrfeige erhalten. Die Rehabilitation des britischen Bischofs Willi, der im Rahmen seines Puis X.-Vereins die Vergasung von Tausenden von Juden leugnet und zudem durch seine – seien wir subtil – „traditionalistische“ Haltung besticht, wurde vom Gottesvertreter von eigenen Gnaden Benedikt XVI. gewaschen und gepudert und darf sich wieder als Erzreaktionär profilieren. Allein , die irdischen Gesetzgeber haben ihr letztes Wort noch nicht gesprochen und ein Urteil steht noch aus. Mal sehen, ob der große Unbekannte von Wolke 9 hier ein Machtwort mit reden wird, oder ob er seine Glaubwürdigkeit weiterhin in die Hände seines ihm würdigen Vertreters hier auf Erden legen wird.
Israel drohte gewohnheitsmässig damit, die Beziehungen zum Vatikan abzubrechen und während sich etliche Theologen nebst zahlreichen Christen allen Ernstes fragen, ob sie in dem römisch-christlichen Klub noch Mitglied bleiben wollen, lachen sich die Khomeinis ins ideologische Fäustchen und Ratzi wurstelt frisch fröhlich weiter. So wie dereinst seine Vorgänger, die sich mit selbstverständlicher Menschenverachtung und einer von Gott gegebenen Macht über ihre Schäfchen stellten, betrachtet er Okzident und Orient als seinen privaten Sandkasten, in den er so oft und so viel hineinpinkeln kann, wie es ihm beliebt.
Ob polnischer oder teutonischer Herkunft, die beiden letzten nach Rom beorderten Bischöfe haben sich um ihre Glaubwürdigkeit beim Seligsprechen und dem Wiederherstellen der Ehre der Kirche wahrlich verdient gemacht : der eine unterwürfig, aber nicht minder starrköpfing um Mitleid und Verständnis heischend; der andere mit dem, seinem wahren Wesen entsprechenden selbstherrlichen und eigenwilligen Despotismus. Um einem/einer virilen Afrikaner(in) ein Kondom anzudrehen zu wollen, bedarf es tatsächlich mehr als nur der göttlichen Gnade. Zu solch einem außergewöhnlich intellektuellen pädagogischen Schachzug ist schon ein gerüttelt Maß an Esprit und Weltmännichkeit vonnöten und außerdem die schiere Überwindung, als dem Zölibat auf Lebenszeit verschriebener und von Gott gesalbtem Ausnahmemensch und Pseudo-Enuche das Wort "Kondom" überhaupt zu denken, geschweige denn in den Mund zu nehmen,... wohlgemerkt das Wort, nicht den Kondom.
Mit der Ehre, der Reinheit, dem Durchblick und der Mündigkeit seiner offensichtich unbelehrbaren Anhänger scheint es aber ohnehin nie weit her gewesen zu sein und so bekamen sie, was sie verdienten: einen NLP-kundigen, zwar weltfremden, dafür aber selbstherrlich rethorischen Opus-Dei-Fundamentalisten, der sich nicht scheut die Tricks und Umwege der fiesen Globalplayer anzuweden, wenn des darum geht ,über ökonomische Hintertürchen seinen Lieblingsverein "Gottes Werk" zu finanzieren und auf die Gläubigen los zu lassen. Der Rechtstrend des römischen Kastratenclubs war schon lange nicht mehr so offensichtlich wie heute. Da sage mir noch einer etwas gegen die Khomeinis, den amerikanischen Strauch oder das selbstgefällige Honiggesicht aus dem Tibet, nebst anderen selbsternannten rechten Händen Gottes.
Tatsächlich peilt Ratzi ja auch klammheimlich und langfristig (wie übrigens alle seine Vorgänger) ein neues Welt-Reich, bzw. die Wiederherstellung des alten an. Jedenfalls scheint es so, als würde er den Boden jetzt schon pflügen, was seine kaum versteckten provokativen Aufrufe zum neuerlichen Kreuzzug gegen "die Ungläubigen" ziemlich deutlich offenbaren. Die Keime sind ja noch vorhanden und in den Reihen der mit geistigen Werten und Finessen nicht gerade gesegneten Rechtstrendlern und Neofaschisten nebst verschiedenen anderen erleuchteten, ein klein wenig salonfähigeren und vom tumben Volk immer wiedergewählten Staatsrepräsentanten hier und dort, hätte er zumindest einige Statisten, die er mit seiner Demonstration aus der Reserve locken und indirekt vor seinen Karren spannen könnte. Wenn dann die Karre vollends im Dreck steckt, braucht er bloß dem Beispiel der Pontifexe vor ihm zu folgen. Er wird alles wieder mit dem Willen seines Herrn und Meister überantworten, mit reumütig-trauriger Miene schönreden und majestätisch-wohlwollend und erhobener Rechten (das hatten wir doch auch schon mal) auf das angerichtete Chaos innerhalb der Masse seiner Schäfchen hinunter blicken: “Kommt meine Lieben, der Onkel Ratzi wird das im Namen des Vaters wieder richten“. Ich denke, die Zeit für einen Gegenpapst, oder zwei, ist wieder gekommen. Ich plädiere für eine gutaussehende, wohlproportionierte, frauenkämpflerische Nonne, die noch Haare auf den Zähnen hat und als treue Gattin Jesu zumindest weiß, wie sich ein schizophren erlebter Koitus anfühlt.
Die Kirche schlurft wie ein von Demenz gezeichneter Greis gemütlich und trotz pädophiler Anklagen und öffentlicher Empörung unangefochten im Woytilaschritt vor sich hin. Wenn in absehbarer Zeit zumindest nach außen hin keine Geistlichen mehr die Kinder ihrer Schäfchen oder deren Frauen und Männer "verführen" (zwecks Kompensierung ihrer Unfähigkeit, das Keuschheitsgelübde einzuhalten, aus spätpubertären Gründen, oder weil sie ihre libidinösen Phantasien doch nicht so recht im Griff haben), dann bedarf es der saftigen Tritte ins Fettnäpfchen eines Ratzinger, um wieder Leben in die Bude zu bringen.
Doch auch hier tut er sich - wie alle brütenden Hysteriker - schwer, das alles „binnen den eigenen vier Wänden“ zu halten, geschweige denn, den affengeilen Lustlümmeln unter seinen Akoluthen den Marsch (wohlgemerkt den Marsch und sonst nichts) zu blasen und wie ehedem all jenen, die auch mit göttlicher Gnade nicht an sich halten können, eine Konkubinatssteuer oder eine Pädphilengebühr abzuverlangen. Mehr als unter den Teppich kehren haben die Kirche und ihre Vertreter ohnehin nie gelernt und da diese Methode der wissenden Öffentlichkeit bislang offenbar genügte, und die sich gottgefällig ruhig verhielten, wird sie geflissentlich weiter benutzt. Benedikt der Wievielte kann offenbar nicht anders, als seinen gebeutelten Bedürfnissen öffentlich dort Luft zu machen, wo er auf populistischen Beifall zählen darf. Naja, irgendwo muss der Arme ja Druck ablassen, Sport macht er anscheinend keinen und beim anderen Geschlecht oder wo auch immer, darf er ja nicht ... Ich glaube der Nazarener würde sich wie ein Kreisel in seinem Grab drehen (wenn er denn eines hätte), die Gebeine des Petrus würden in den Tiefen der Vatikankellergewölbe rasseln und krachen, Paulus würde wieder zum Saulus, Konstantin wieder zum keltischen Berserk und der hl. Augustinus würde wieder mit seinen philosopischen Angstzuständen, dass er in einem gottleeren Raum lebte, zu kämpfen haben, wenn sie wüssten, welches Bürschchen sich ihr, mit ausdauernder Abwesenheit glänzender Schöpfer da ausgesucht hat, um hier unten seine Interessen zu vertreten.
Aber vielleicht werden die tumben Christen wieder mal nur auf eine göttliche Probe gestellt und sollen wie Erwachsene entscheiden, ob sie den derzeitigen Repräsentanten Gottes samt seinem Fußvolk feste in den Arsch treten oder doch lieber nicht.
Wer weiß, vielleicht steht uns ja noch eine römische Operation Walküre ins Haus. Aber dann bitte nicht mit Tom Cruise, denn der ist in einer anderen Church.
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