Gott - eine Denkbarriere Die Erde ist keine Scheibe Sie ist nicht das Zentrum des Universums und sie ist bedeutend älter als 6 Millionen Jahre. Die Sterne sind nicht von einem lieben Gott an den Himmel geklebt worden und sie sind auch keine Engelchen, die von dort oben auf uns herabblicken. Der Teufel haust nicht in seiner Hölle im Mittelpunkt der Erde und Gott nicht in seinem Himmel auf Wolke sieben. Maria war nicht vom heiligen Geist geschwängert worden und sie war keine jungfräulich gebärende Mutter. Gott war mit Sicherheit nicht der Vater ihres Sohnes Jesse. Wir können unsere Seele nicht verkaufen, ergo auch nicht an den Teufel und die Weisheit oder die Dummheit kommen nicht über uns wie der Heilige Geist. Unsere Libido ist ein eigenwilliges Biest und lässt sich nicht mit einem Gelübde knebeln und nicht durch das Zölibat oder eng gestrickte Moralvorgaben in Wohlgefallen auflösen. Es gibt für alles eine Erklärung und alles hat eine Ursache. Dass wir noch nicht alles wissen, heißt per se nicht, dass es „Dinge zwischen Himmel und Erde gibt“, die wir uns nicht erklären könnten, bzw. dürften. Wir brauchen nur weiter als unsere Nase zu denken. Galilei, Kepler, Darwin, Nietzsche, Freud und andere taten es und sie behielten Recht, auch wenn die vatikanischen Falken, die Kreationisten und andere beschränkte Vor- und Nachbeter da anderer Meinung sind. Warten wir es einfach ab. Der uns gelehrte Gott sitzt den allermeisten tief in den Knochen und hindert sie daran weiter zu denken, als der Glaube es ihnen erlaubt. Sie warten geduldig auf die Offenbarung, zusammen mit Millionen Gläubigen, religiösen Zauderern und zahlreichen esoterisch Verirrten, die sich über romantische Seelenwanderungen austauschen, sich hermetisch hinter farbiger Magie verstecken, mit Flüchen und Bannungen handeln, okkulten Wunschvorstellungen nachhängen, zusammen mit den ihre Schollen liebenden Neuheiden, die ihre hausbackenen, heidnischen Götter verehren, denen sie all die Eigenschaften zuordnen, die sie selbst zu haben sich nicht zutrauen. Aber der Glaube kann trotzdem keine Berge versetzen, sonst sähe die Erde schon längst anders aus. Wie gesagt: Gott steckt den meisten noch tief in den Neuronen und sein ihm von der Religion, dem Glauben und der Kirche verliehener Einfluss wird sobald noch nicht getilgt sein. Den Menschen, die an der Denkbarriere Gott von seinen spirituellen Zöllnern umgedreht und wieder nach hause geschickt werden, können nicht wissen, wie befreiend unbegrenztes Denken sein kann. Wollte ich es beschreiben, so würde ich sagen, dass es vergleichbar einer Befreiung ist - als würde man aus einem penetrant nach Mief stinkenden, oder total verräucherten, fest verschlossenen sehr engen Raum in die frische Luft treten und sich, zuerst hustend und dann immer tiefer inhalierend wie neugeboren fühlen. Denken kann befreiend sein. Wir brauchen es bloß zu tun. Jeder hat die Fähigkeit dazu, aber die meisten haben Angst davor, vielleicht weil sie ahnen, dass es andere Wahrheiten gibt, als die, welche ihnen vorgefertigt aufgetischt werden, und wofür sie keine Verantwortung zu übernehmen brauchen, weil diese vorgefertigten Wahrheiten durch den Glauben an Gott demselben überantwortet werden. Gott und der Teufel sind schon längst tot. Es hatte nur noch niemand den Mut sie endlich zu beerdigen.
|
Weltanschauung 
